1. November 2018, 08:01
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Das Netflix für Versicherungen – Hepster bringt neues Abo-Modell

Das Rostocker Insurtech Hepster launcht am heutigen Tag das weltweit erste Abomodell für Versicherungsprodukte. Das Start-up reagiert damit auf die veränderten Kundenbedürfnisse der heutigen, zunehmend digitalen Gesellschaft.

Kooperation-Insurtechjpg in Das Netflix für Versicherungen – Hepster bringt neues Abo-Modell

Neues Modell von Hepster soll für Kunden den Umgang mit Versicherungen erleichtern.

Vorbild für das Abomodell von Hepster sollen Anbieter wie Netflix oder Spotify sein, die mit ihren on-demand-Modellen den Film- und Musikkonsum revolutioniert haben. Nutzer dieser Streaming-Plattformen stehen für einen monatlichen Abo-Preis von rund zehn Euro eine nahezu unbegrenzte Anzahl an Titeln und Playlists sowie Serien und Filme zur Verfügung.

Zunächst Elektronik- und Ausbildungs-Versicherungen

Hepster hat dieses Konzept nun auf Versicherungen übertragen. Kunden zahlen einen geringen monatlichen Betrag und können die jeweilige Versicherung zum Ende des Monats kündigen. Das Abo-Modell wird zunächst für Elektronik-Versicherungen, wie Laptops, Kameras, Action Cams, und Smartwatches angeboten sowie für Ausrüstungs-Versicherungen, zu denen Ski´s, Snowboards, SUP´s, Kite- und Surfboards zählen. Auch für Fahrräder und E-Bikes ist das Modell seit heute buchbar. Weitere Produkte wie Reiseversicherungen und Unfallversicherungen sollen unterjährig dazukommen.

Im Gegensatz zu traditionellen Versicherungsprodukten hat das Abo-Modell von Hepster lediglich eine einmonatige Versicherungsperiode ohne Sonderkündigungsklauseln und Verrechnungen. Die Kündigungsfrist beträgt nur drei Werktage zum Ablauf der laufenden Versicherungsperiode. Kündigt der Kunde nicht, verlängert sich der Vertrag automatisch um einen Monat.

Wünsche der jungen Versicherungsnehmer berücksichtigt

Das Unternehmen reagiert mit seinem Modell auf die zunehmend lauter werdenden Stimmen der jungen Versicherungsnehmer. Lange Laufzeiten und damit verbundene Versicherungsperioden von mindestens einem Jahr sind längst nicht mehr von den Digital Natives und Early Adopters erwünscht. Daran ändern auch monatliche Zahlweisen nichts, bei denen der Kunde zumeist draufzahlt. Auch machen lange Kündigungsfristen und überzahlte Beiträge die Abwicklung zu einem sehr aufwendigen und bürokratischen Prozess. Mit Angeboten wie denen von hepster entwickelt sich die Branche jedoch zunehmend in eine Kunden-orientierte Richtung – hin zu Versicherungen on demand. (fm)

Foto: Shutterstock

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