31. August 2018, 05:59
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Pflege kostet – Welche Finanzierung sinnvoll ist

Mit einem Bündel von Maßnahmen könnte die Zukunft auch für die Mittelschicht gerechter gestaltet werden. Und das ist auch bitter notwendig. Denn noch passiert es, dass selbst Ehepaare aus Kostengründen in unterschiedlichen Pflegeheime verlegt werden, wenn das Sozialamt in Vorleistung gehen muss. Ein Gastkommentar von Margit Winkler, IGB

Pflege kostet – Welche Finanzierung sinnvoll ist

Margit Winkler, IGB: ” In den nächsten Jahren und Jahrzehnten werden Vermögensanlagen und Häuser nicht vererbt, sondern den Pflegekosten zum Opfer fallen.”

Bis Ende 2018 werden rund 3,46 Millionen Menschen Leistungen aus der Pflegeversicherung erhalten. Ende 2016 waren es noch rund 500.000 Menschen weniger, so der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherung (GDV).

Aktuell gehen die Babyboomer in den Ruhestand und ab 2035 rechnet die Bundesregierung damit, dass die Zahl der Pflegebedürftigen exorbitant ansteigt.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat angekündigt, dass die Beiträge zur Pflegeversicherung im kommenden Jahr voraussichtlich um 0,2 Prozentpunkte steigen werden. Dabei sieht er auch eine hohe Bereitschaft in der Bevölkerung.

Diese drei Fakten machen eines deutlich: der Pflege-Engpass rückt immer näher. Doch eine moderate Erhöhung des Beitrags wird die zusätzlichen Kosten wohl genau so wenig abdecken können, wie die weiteren diskutierten Maßnahmen zur Entlastung der Pflegeversicherung.

Diese Zusatzmaßnahmen werden diskutiert:

  • Die Krankenkasse könnte medizinische Pflegebehandlungen bezahlen. Diese erwirtschaften aktuell Überschüsse.
  • Der Bund könnte Zuschüsse für Investitionen und die Ausbildung von Pflegekräften geben.
  • Eine zielgerichtete Zuwanderungspolitik könnte durch Beitragszahler aus dem Ausland die Kassen zusätzlich entlasten.

Seite zwei: So wird die Mittelschicht zur Kasse gebeten

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1 Kommentar

  1. Die Bevölkerung verfügt über nie dagesehenes Vermögen – wie bitte? Der Staat blickt auf sprudelnde Steuereinnahmen, höher als alles, was er geplant hat, und bringt es doch fertig, unsere Infrastruktur, Schulen, Bildung, und die Bundeswehr einfach so verrotten zu lassen. Was bitte schön machen die Politiker mit unserem Geld??? Solange es hier keine Transparenz gibt, sollte auf die Tränendrüse drücken keinen Erfolg haben.

    Kommentar von Dr. Ursula Renner — 31. August 2018 @ 16:50

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