Anzeige
Anzeige
30. August 2018, 12:41
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

DIA-Studie 50+: Jüngere wollen früher in die Rente – Ältere nicht

Der Wunschtermin für den Rentenbeginn hängt stark vom Alter ab. In jüngeren Jahren, wenn die Rente noch in weiter Ferne liegt, wünschen sich viele einen möglichst frühen Renteneintritt. Mit zunehmendem Alter verschiebt sich der Wunschtermin nach hinten. Das ist ein Ergebnis der Umfragen zur DIA-Studie 50+, die kürzlich vorgestellt wurde.

 

Shutterstock 1032426211 in DIA-Studie 50+: Jüngere wollen früher in die Rente – Ältere nicht

Mit dem Alter steigt offensichtlich der Spaß an der Arbeit. Jüngere wollen früher in Rente gehen, die Älteren eher nicht.

 

Wunschtermin und aktuelles Alter verhielten sich dabei spiegelbildlich. Je jünger die Befragten waren, desto früher wollten sie in Rente gehen. Viele Ältere hingegen halten wenig von einem recht frühen Rentenbeginn. Je realer die Rente wird, desto mehr wird sie gedanklich in die Zukunft geschoben.

Allerdings liegt auch dann der Wunschtermin noch oft vor dem regulären Renteneintrittsalter. So wünschen sich 38 Prozent der 50- bis 59-Jährigen einen Renteneintritt vor dem 63. Geburtstag. 19 Prozent sogar vor dem 60. Geburtstag.

Bei den jüngeren Altersgruppen ist der Abstand zwischen Wunschalter und gesetzlichem Renteneintrittsalter tendenziell noch größer: So gaben in der Gruppe der 30- bis 39-Jährigen immerhin 24 Prozent ein Alter unter 60 Jahren für den Renteneintritt an, knapp zwölf Prozent wünschten sich sogar einen Rentenbeginn vor dem 55. Geburtstag. Wunsch und Wirklichkeit klaffen also ziemlich weit auseinander.

60plus würde gern länger arbeiten

In den Altersgruppen 60 aufwärts kann sich dagegen ein zunehmender Anteil vorstellen, noch im Alter über 67 Jahren zu arbeiten. Bei den 60- bis 69-Jährigen trafen 16 Prozent eine solche Einschätzung, unter den 70- bis 79-Jährigen sogar 22,5 Prozent. Offenkundig schätzen die Älteren die Fähigkeiten, länger zu arbeiten, deutlich anders ein, haben vielleicht sogar selbst Erfahrungen damit gemacht.

Aber auch bei jenen, die lieber früher in Rente gehen würden, ist der Wunsch weit verbreitet, im Ruhestand aktiv zu bleiben. Mehr als zwei Drittel der Befragten äußerten diese Absicht. Fast ein Drittel (32 Prozent) möchte sogar über die Rentengrenze im Beruf weiterarbeiten.

Wunsch nach Arbeit auch im Ruhestand

Das widerspricht ein wenig dem Wunsch nach einem vergleichsweise frühen Renteneintritt. Der lässt eher wenig Bereitschaft zu längerem Arbeiten erwarten, zumindest in Relation zum gesetzlichen Renteneintrittsalter. Aber offenkundig haben etliche Befragte eine Kombination von Rente und Arbeit bei der Beantwortung dieser Frage im Kopf.

Die Neugier bleibt

37 Prozent träumen davon, etwas Neues zu beginnen, wofür bisher immer die Zeit oder Gelegenheit fehlte. Zwölf Prozent möchten ihr Wissen und ihre Erfahrungen auf anderem Wege der Gesellschaft zur Verfügung stellen und steuern ein Ehrenamt an.

Das Ehrenamt ist ohnehin eine der wichtigsten Aktivitäten im Ruhestand. Unter den 70- bis 79-Jährigen ist der Anteil der Ehrenamtlichen im Vergleich der Altersgruppen am höchsten.

Aktiv im Ehrenamt

Jeder Dritte übt in diesem Alter ein Ehrenamt aus. Unter allen Befragten lag der Anteil der Ehrenamtlichen bei 28,7 Prozent. Das zeigt, wie wertvoll die ältere Generation für das bürgerschaftliche Engagement in unserem Land ist. (dr)

Bild: Shutterstock

Newsletter bestellen Top aktuell & kompakt! Werktags um 6.30 Uhr alle Versicherungs-News für Profis von Profis.

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 12/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Goldfonds – Rock’n’Roll – Fondspolicen – Nachrangdarlehen

Ab dem 22. November im Handel.

Cash. 11/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Megatrend Demografie – Indizes – Naturgefahren – Maklerpools

Versicherungen

Langfinger auf dem Weihnachtsmarkt: So schützen Sie sich vor Taschendieben


Alle Jahre wieder – ist die Weihnachtszeit auch die Hochsaison für Taschendiebe. Auf gut besuchten Weihnachtsmärkten und in vollen Innenstädten haben Trickdiebe oft leichtes Spiel. Was Sie tun können, damit nichts passiert, und wie Sie reagieren sollten, wenn Sie bestohlen werden, erklären die Sicherheits-Experten der Arag.

mehr ...

Immobilien

Berlin: Temporäres Wohnen ist “Everybody’s darling”

Der Markt für temporäres Wohnen in der Bundeshauptstadt verändert sich. Immer mehr internationale Investoren und Betreiber sowie neuentwickelte Konzepte bilden aktuell die relevantesten Trends.

mehr ...

Investmentfonds

DVAG: Warum sind die Deutschen solche Aktienmuffel?

Was die Geldanlage angeht gehen die Deutschen lieber auf Nummer sicher und investieren größtenteils in vermeintlich sichere Geldanlagen wie Sparbücher, Tagesgeld- und Festgeldkonten, die kaum bis keine Zinsen bringen. Warum ist das so?

mehr ...

Berater

Hinterbliebenenversorgung: Sind Altersabstandsklauseln rechtens?

Sogenannte Altersabstandsklauseln sind ein taugliches Mittel zur Risikobegrenzung bei der Hinterbliebenenversorgung. Ob derartige Regelungen rechtswidrig sind, musste jüngst das Bundesarbeitsgericht (BAG) entscheiden.

Gastbeitrag von Dr. Michael Rein, CMS Deutschland

mehr ...

Sachwertanlagen

Erstes Urteil zur P&R-Vermittlung: Es war “execution only”

Das Urteil des Landgerichts Ansbach, das die Klage einer Anlegerin gegen einen Vermittler von P&R-Containern abgewiesen hat, liegt nun schriftlich vor. Demnach gab es in dem Fall einige Besonderheiten.

mehr ...

Recht

BGH-Urteil: Position der Staates als Erbe gestärkt

Wenn der Staat das Erbe eines Gestorbenen ohne Angehörige antritt, muss er für Hausgeldschulden einer Wohnung in der Regel nur mit der Erbmasse haften. Das entschied der Bundesgerichtshof in Karlsruhe am Freitag in einem Fall aus Sachsen.

mehr ...