24. April 2018, 11:04
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Frauen gehen häufiger zum Zahnarzt als Männer

Frauen gehen in Deutschland deutlich häufiger zum Zahnarzt als Männer. Während 2016 nur 67,6 Prozent der Männer mindestens einmal zum Zahnarzt gingen, waren es bei den Frauen 75,4 Prozent, wie aus dem am Donnerstag in Berlin veröffentlichten Zahnreport der Barmer-Krankenkasse hervorgeht.

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Bewohner von Pflegeheimen werden schlechter zahnmedizinisch versorgt als der Rest der Deutschen.

Im Schnitt haben 71,5 Prozent aller Versicherten mindestens einmal einen Zahnarzt gebraucht. Bei durchschnittlichen Kosten von 186,90 Euro kamen Männer auf 177,32 und Frauen auf 196,21 Euro. Auch in den Bundesländern gehen die Versicherten unterschiedlich oft zum Zahnarzt. Die Raten liegen zwischen 65,5 Prozent im Saarland und 77,2 Prozent in Sachsen und Thüringen.

Ziel in Pflegeheimen verfehlt

Den größten Anteil der Ausgaben machen konservierend-chirurgische und Röntgenleistungen mit 113,13 Euro je Versichertem aus, gefolgt von Zahnersatz und Zahnkronen mit 43,38 Euro je Versichertem.

Ihr wesentliches Ziel verfehlte laut dem Barmer-Report die Reform für bessere Zähne bei Bewohner von Pflegeheimen – trotz Ausgaben in Millionenhöhe für die zahnärztliche Versorgung der dort Pflegedürftigen. Die therapeutischen Leistungen durch den Zahnarzt seien bei Heimbewohner nach wie vor auf niedrigem Niveau.

Zahnärzte können seit wenigen Jahren den Besuch bei Heimbewohnern höher abrechnen, dies sei krankenkassenweit auch 1,9 Millionen Mal geschehen. Insgesamt 55 Millionen Euro hatten die Krankenkassen für die neuen Leistungsziffern allein im Jahr 2016 ausgegeben. Gleichwohl habe nicht einmal die Inanspruchnahme einfacher Dinge wie kleinere Reparaturen an Zahnprothesen zugenommen.

“Zuschläge für Heimbesuche sind Flop”

“Die Reform für eine bessere Zahngesundheit im Pflegeheim hat ein zentrales Anliegen noch nicht erreicht”, bilanziert denn auch der Vorstandsvorsitzende der Barmer, Prof. Dr. Christoph Straub. Er kündigte Analysen an, welche konkreten Maßnahmen zu mehr zahntherapeutischen Leistungen in Heimen führen können.

Der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, sprach wegen der Zuschläge bei Heimbewohnern von einem “Flop”: “Die Mediziner kassieren, und der Heimbewohner hat nichts davon.”

Die Zahnärzte forderten die Kassen zu mehr Anstrengungen bei der Betreuung von alten und pflegebedürftigen Menschen auf. Alte, chronisch Kranke und behinderte Menschen würden von den Kassen systematisch benachteiligt, sagte der Vorsitzende der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung, Wolfgang Eßer. (dpa-AFX/dr)

Foto: Shutterstock

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