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13. Februar 2018, 09:54
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“Langfristig ist die GKV das überlegene System”

Andreas Gassen, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), hat sich in einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin “Der Spiegel” dagegen ausgesprochen, die Bezahlung der Ärzte für die Behandlung von gesetzlich und privat Versicherten völlig anzugleichen. Union und SPD wollen eine Kommission einrichten, um die Honorare der Ärzte zu reformieren.

Gassen1 AX170413-1326 in Langfristig ist die GKV das überlegene System

Andreas Gassen: “Die Prinzipien von gesetzlicher und privater Krankenversicherung lassen sich nicht ohne Weiteres zusammenführen.”

Selbst wenn die Ärzte sich in der Summe nicht schlechterstellen sollen, wären die Folgen laut Gassen regional höchst unterschiedlich verteilt. “Im Osten leben vergleichsweise wenige Privatversicherte. Dort würden die niedergelassenene Ärzte bei einer Angleichung der Honorare überproportional profitieren. In vielen Gegenden im Westen dagegen würden Ärzte unter teils massiven Einbußen leiden.” Kein Patient werde dadurch besser versorgt. Außerdem ließen sich die Prinzipien von gesetzlicher und privater Krankenversicherung nicht ohne Weiteres zusammenführen.

“Viel Reformbedarf”

Gassen plädiert vielmehr dafür, die Budgets in der gesetzlichen Krankenversicherung aufzuheben, so dass Ärzte auch dort unbegrenzt verordnen dürfen. Langfristig hält er die GKV sogar für das überlegene System. In der PKV gebe es viel Reformbedarf. Rein medizinisch sei die Versorgung dort allerdings nicht besser. “Man kann das mit der Businessclass bei Flügen vergleichen”, so Gassen. “Man kann schneller einsteigen und Champagner trinken. Aber ans Ziel kommt man mit Economy genauso sicher.” (kb)

Foto: Lopata/axentis.de

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1 Kommentar

  1. Herr Gassen vergisst ,wie viele Verfechter der Abschaffung der dualen Krankenversicherung Grundlage, das dass “auf Dauer “überlegende GKV System” mehr Fragen aufwirft als Sicherheiten bietet :

    137 GKV sind aktuell wählbar , davon laut eignem Verband 47 unterhalb der geforderten Maßgaben ( z.Bsp. 50 000 Versicherte ,Finanzrücklage ect.)

    In den letzten 24 Jahren wurde 11 Leistungsparameter entweder ganz ,teilweise oder mit erheblichen Einschränkungen gestrichen ..Aktuell erhalten GKV Versicherte bei Zahnersatzleistungen max. noch 48 %
    der Kosten erstattet !

    Auf Grund von Langlebigkeit, moderneren Medizinformen, Wachsen der Bevölkerungszahlen ect. prognostizieren Experten wie z.Bsp. Prof. Dr. Rüffelhüschen den Beitragssatz bis 2041 auf 20,8 % !

    Die Vergangenheit zeigte ( Holland, U.S.A, Schweiz, England ) das die Abschaffung eines dualen Systems die aktuelle GKV meist wesentlich teurer und schlechter machte ..die U.S.A. mussten Ende der 70ziger sogar
    Ihre GKV für bankrott erklären ..die Engländer stehen aktuell vor Ihrem Scherbenhaufen !

    Interessant ist das keiner eine Lösung für die ganzen arbeitslosen Angestellten der privaten KV Unternehmen ,
    für die von der Bundesregierung dann beanspruchten Rückstellungen ( die immerhin jeder individuell eingezahlt hat ,wenn er PKV versichert ist..) und das Beamtentum hätte..

    Sehr überlegen ,Herr Gassen ..

    Kommentar von DerMakler — 20. Februar 2018 @ 10:12

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