Studie: Wie Arztpraxen von der PKV profitieren

Junges Ärzte Team in einer Praxis mit Tablet in der Hand
PantherMedia / Arne Trautmann
Obwohl Privatversicherte nur 10,3 Prozent der Bevölkerung ausmachen, tragen sie mit 20,4 Prozent zur Finanzierung von Arztpraxen bei.

Die privaten Krankenversicherungen (PKV) spielen eine immer größere Rolle im Gesundheitswesen, wie aktuelle Zahlen zeigen.

Laut einer Studie des Wissenschaftlichen Instituts der PKV (WIP) stieg der Mehrumsatz der Privatversicherten 2022 auf 12,33 Milliarden Euro, ein Anstieg um 650 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr. Der Großteil dieses Mehrumsatzes entfiel auf den ambulant-ärztlichen Bereich mit 6,95 Milliarden Euro, was einer Steigerung von 210 Millionen Euro entspricht. Jede Arztpraxis profitierte demnach durchschnittlich von einem Mehrumsatz von 63.000 Euro, eine Steigerung um 4.000 Euro gegenüber 2021.


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Obwohl Privatversicherte nur 10,3 Prozent der Bevölkerung ausmachen, tragen sie mit 20,4 Prozent zur Finanzierung von Arztpraxen bei. Auch die stationäre Versorgung (+340 Millionen Euro), der Arzneimittelsektor (+180 Millionen Euro) und der Hilfsmittelbereich (+30 Millionen Euro) verzeichneten Zuwächse. Trotz steigender Gesundheitsausgaben liegt der Kostenanstieg in der PKV laut Studie mit +41,6 Prozent von 2012 bis 2022 unter dem in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) mit +48,4 Prozent.

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