Munich Re: Wenige Großschäden – Ex-Vorstandschef von Bomhard wird neuer Aufsichtsratsvorsitzender bei der Deutschen Post

Unerwartet wenige Schadensfälle von großem Ausmaß haben dem weltweit größten Rückversicherer Munich Re einen guten Start ins laufende Jahr beschert. Für das erste Quartal werde ein Konzernergebnis von über 800 Millionen Euro erwartet, teilte das Unternehmen in München mit.

Hauptverwaltung der Münchener Rück

Munich Re sprach von einem „guten Ergebnis“ und begründete dies im Wesentlichen mit der geringen Belastung aus Großschäden in der Rückversicherung. Hierbei habe dem Konzern der Zufall in die Hände gespielt. Die Schätzung stehe aber unter dem Vorbehalt der noch laufenden Erstellung des Konzernabschlusses, hieß es weiter.

Im ersten Quartal des Vorjahres habe das Ergebnis noch bei 557 Millionen Euro gelegen, hieß es weiter. Sollte das nun geschätzte Mindestergebnis tatsächlich erreicht werden, läge der Zuwachs bei über 40 Prozent. Für das Gesamtjahr 2018 gehen die Münchner dennoch unverändert von einem Konzernergebnis zwischen 2,1 und 2,5 Milliarden Euro aus. Analyst Michael Haid, Commerzbank, sprach von einem überraschenden und starken Gewinnausblick auf das erste Jahresviertel. Michael Huttner, JPMorgan, sieht darin einen guten Grundstein für 2018. Daraus ließen sich auch für die Branche positive Rückschlüsse ziehen.

Von Bomhard wird neuer Aufsichtsratsvorsitzender der Deutschen Post

Der ehemalige Chef des Rückversicherers Munich Re, Nikolaus von Bomhard, soll neuer Aufsichtsratsvorsitzender bei der Deutschen Post werden. Das teilte der Dax-Konzern auf seiner Hauptversammlung am Dienstag in Bonn mit. Von Bomhard sollte im Anschluss an die Versammlung auf der ersten Sitzung des dort neu gewählten Aufsichtsrats bestimmt werden. Er folgt damit auf den langjährigen Vorsitzenden Wulf von Schimmelmann (71), der nach dem turnusmäßigen Ende seiner Amtszeit nicht erneut kandidierte. (dpa-AFX/dr)

Foto: Münchener Rück

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