Munich Re will nach Hurrikan-Serie zurück aufs alte Gewinnniveau

Eine offizielle Gewinnprognose für 2018 will der Vorstand zwar erst bei der Bilanzvorlage am 15. März abgeben. Schneiders Aussage zum Gewinnniveau passt allerdings zu den Erwartungen von Analysten.

Sie gehen für 2018 bisher von rund 2,5 Milliarden Euro Überschuss aus. Sturmtief „Friederike“, das im Januar allein in Deutschland nach bisherigen Schätzungen versicherte Schäden von einer Milliarde Euro angerichtet hat, dürfte die Munich Re laut Schneider weniger als 100 Millionen Euro kosten.

Hingegen machten die Hurrikane in den USA und der Karibik, aber auch zwei Erdbeben in Mexiko 2017 für die Versicherungsbranche zum teuersten Jahr der Geschichte.

Waldbrände verringern Gewinne weiter

Naturkatastrophen kosteten die Versicherer der Munich Re zufolge weltweit rund 135 Milliarden Dollar. Der Münchner Konzern musste für die Sturmfolgen mit 2,7 Milliarden Euro geradestehen.

Dass es für die Münchner am Ende noch schlechter lief als von Analysten erwartet, lag an den Waldbränden in Kalifornien. Diese kosteten den Konzern Schneider zufolge im vierten Quartal fast eine halbe Milliarde Euro.

Im Gesamtjahr reichten die Prämien in der Schaden- und Unfall-Rückversicherung nicht aus, um die Aufwendungen für Schäden, Verwaltung und Vertrieb zu decken.

So lag die kombinierte Schaden-Kosten-Quote in der Schaden- und Unfall-Rückversicherung mit 114,1 Prozent deutlich über der kritischen 100-Prozent-Marke.

Harter Wettbewerb in der Branche

Optimistisch stimmt den Vorstand eine Wende in der Schaden- und Unfall-Rückversicherung. Nach einem jahrelangen Preisverfall zog das Prämienniveau zum Jahreswechsel um 0,8 Prozent an. Experten hatten jedoch mit einem stärkeren Anstieg gerechnet.

Dass die Preise nicht stärker zulegten, erklärte der Vorstand mit einem harten Wettbewerb. Dennoch baute die Munich Re ihr Geschäftsvolumen in diesem Zuge um 19 Prozent auf 9,9 Milliarden Euro aus.

Seite drei: Preisanstieg bei kommenden Erneuerungsrunden

1 2 3Startseite
0 Kommentare
Inline Feedbacks
View all comments
Weitere Artikel
Wissen, was los ist – mit den Newslettern von Cash.
Wissen, was los ist – mit den Newslettern von Cash.