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16. März 2018, 12:18
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Noch offene Baustellen nach bAV-Reform

Der Pensionsberaters Longial hat auf der 19. Handelsblatt-Jahrestagung zur betrieblichen Alterversorgung (bAV) 350 Konferenzteilnehmer zum Betriebsrentenstärkungsgesetz (BRSG) befragt. “Das BRSG bietet gute Rahmenbedingungen, jetzt beginnt die eigentliche Arbeit”, kommentierte Longial-Geschäftsführer Michael Hoppstädter die Ergebnisse der Umfrage.

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Longial-Geschäftsführer Michael Hoppstädter

Trotz der positiven Resonanz auf das neue Gesetz sehen 54 Prozent der Befragten weiterhin die Doppelverbeitragung von Beiträgen und Leistungen als eine der großen bAV-Baustellen. Nur bei einem konsequenten Abbau der Doppelverbeitragung bestehe eine Chance, dass die bAV gestärkt wird.

20 Prozent blicken zudem gespannt nach Karlsruhe zum Bundesverfassungsgericht, das zur Überprüfung der Verfassungsmäßigkeit des steuerlich vorgegebenen Abzinsungszinssatzes von sechs Prozent bei Pensionsrückstellungen (Paragraf 6a Einkommensteuergesetz) angerufen wurde. Sie erhoffen sich eine Anpassung des Rechnungszinses an die Marktgegebenheiten.

Mit dem BRSG wurde die Sozialversicherungspflicht auf Leistungen aus Riester-bAV-Verträgen abgeschafft. Die Konferenzteilnehmer sind sich jedoch nicht einig, ob dies zu einem Schub bei Riester-bAV-Abschlüssen führt: 48 Prozent rechnen nicht mit einer Steigerung, 39 Prozent dagegen schon.

Klare Absage an Eiopa

Neben den nationalen Bestrebungen, mit dem BRSG die Verbreitung der bAV zu fördern, gibt es auch auf europäischer Ebene vergleichbare Bemühungen zur Altersvorsorge insgesamt. Mit dem europaweiten Altersvorsorgeprodukt PEPP (“Pan European Personal Pension Product”) sorgt die europäische Aufsichtsbehörde Eiopa für Diskussion. Mehr als 60 Prozent der Befragten sieht deren Aufgabe jedoch darin, sich auf Aufsicht und Regulierung zu konzentrieren.

“Diese klare Absage überrascht nicht, denn die Branche in Deutschland kommentiert die Initiative der Eiopa seit einiger Zeit sehr kritisch. Allerdings kann PEPP für Mitgliedsstaaten, die nicht über einen etablierten und entwickelten Markt für Altersvorsorge verfügen, durchaus eine sinnvolle Lösung sein und die Mobilität von Arbeitnehmern innerhalb der EU fördern“, so Hoppstädter. Das sehen laut Umfrage auch 30 Prozent der Konferenzteilnehmer so. (kb)

Foto: Longial

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