Anzeige
9. April 2018, 13:55
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Pflege: Was zahlt die gesetzliche Versicherung?

In einer alternden Gesellschaft wird das Thema ambulante Pflege immer wichtiger, doch ist vielen Pflegebedürftigen und deren Angehörigen nicht bewusst, welche Kosten die gesetzliche Pflegeversicherung für die Pflege in den eigenen vier Wänden übernimmt.

Pflege: Was zahlt die gesetzliche Versicherung?

Pflegebedürftigen stehen über die gesetzliche Pflegeversicherung verschiedene finanzielle Leistungen zu.

Jörg Veil, Geschäftsführer der Home Instead Seniorenbetreuung Deutschland, gibt einen Überblick darüber, welche Kosten die gesetzliche Pflegeversicherung übernehmen kann:

1. Entlastungsleistungen

Ab Pflegegrad eins stehen jedem Pflegebedürftigen 125 Euro pro Monat zur Verfügung, so Veil. Dieses Geld könne für Hilfe im Alltag in Anspruch genommen werden

So zählen beispielsweise gemeinsames Einkaufen und Kochen, Unterstützung im Haushalt oder die Begleitung zum Arzt, Spaziergänge oder gemeinsames Spielen zu den Diensten für die so gezahlt werden kann.

Der Betrag von 125 Euro werde nicht in bar ausgezahlt. Wer die Leistungen im vergangenen Jahr nicht in Anspruch genommen habe, der könne dies noch bis Juni 2018 tun.

2. Verhinderungspflege

Jährlich stehen ab Pflegegrad zwei bis zu 1.612 Euro für die Entlastung der pflegenden Angehörigen zur Verfügung. Wurde noch kein Geld aus der Kurzzeitpflege beansprucht, so könne dieser Betrag noch um bis zu 806 Euro aufgestockt werden. Diese Leistungen können nicht ins Folgejahr übertragen werden.

Veil zufolge unterstützt die Pflegekasse also jeden Pflegebedürftigen ab dem zweiten Pflegegrad für die ambulante Betreuung mit jährlich bis zu etwa 4.000 Euro. Für Betreuungs- und Entlastungsleistungen können zugelassene Dienstleister eingesetzt werden.

So engagierte Betreuungskräfte und Alltagsbegleiter kommen ins Haus und seien bei Bedarf auch im Umgang mit demenziell veränderten Menschen geschult.

Seite zwei: Pflegehilfsmittel und Umbauten

Weiter lesen: 1 2

Newsletter bestellen Top aktuell & kompakt! Werktags um 6.30 Uhr alle Versicherungs-News für Profis von Profis.

1 Kommentar

  1. Fast vollständig …

    Es fehlt noch die Möglichkeit, nicht genutzte Sachleistungen (§45a SGB XI) für ambulante Betreuungs- und Entlastungsleistungen zu nutzen. Nutzbar wie die Entlastungsleistungen (§45b SGB XI) durch entsprechend zugelassene Unternehmen.

    Zusätzlich zur Pflegeberatung §7 SGB XI stehen Angehörigen auch kostenlose Pflegekurse und häusliche Schulungen nach §45 SGB XI zu. Hier steht wesentlich mehr Zeit für die Optimierung der häuslichen Pflege zur Verfügung.
    Hierfür ist eine vertragliche Grundlage des Leistungserbringers mit den Pflegekassen notwendig.

    Kommentar von vivacus care GmbH — 10. April 2018 @ 10:34

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Megatrend Demografie – Indizes – Naturgefahren – Maklerpools

Ab dem 16. Oktober im Handel.

Cash.Special 3/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Riester-Rente – bAV – PKV – Bedarfsanalyse

Ab dem 22. Oktober im Handel.

Versicherungen

Franke und Bornberg: Die besten Kfz-Tarife 2018

Die Ratingagentur Franke und Bornberg hat für das diesjährige Kfz-Rating 2018 insgesamt 253 Tarife und Tarifkombinationen von 73 Versicherern nach 61 Kriterien verglichen. Das Ergebnis: Die Tarife werden immer besser, Innovationen sucht man jedoch vergeblich.

mehr ...

Immobilien

USA: NAHB-Hausmarktindex fällt auf tiefsten Stand seit August 2016

Die Lage am US-Häusermarkt hat sich im November merklich eingetrübt. Der NAHB-Hausmarktindex sei um acht Punkte auf 60 Punkte gefallen, teilte die National Association of Home Builders (NAHB) in Washington mit.

mehr ...

Investmentfonds

“Wir stehen noch ganz am Anfang der Krypto-Reise”

Im Dezember 2017 musste man noch viermal so viel in US-Dollar für einen Bitcoin zahlen wie heute. Trotzdem ist Mati Greenspan von Etoro überzeugt, dass die Spekulationen über das Ende der Kryptowährung unberechtigt sind. Ein Kommentar:

mehr ...
19.11.2018

Erster Hanf-Fonds

Berater

Wirecard erwartet auch 2019 kräftigen Gewinnanstieg

Der Zahlungsabwickler Wirecard ist wegen des Booms im Onlinehandel auch für das kommende Jahr optimistisch. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) werde 2019 in einer Bandbreite von 740 bis 800 Millionen Euro erwartet.

mehr ...

Sachwertanlagen

Nur Augenhöhe wird erneut nicht reichen

Der Verband ZIA hat die Vorgaben des früheren BSI für Performanceberichte der Fondsanbieter als Verbandsstandard aufgehoben. Er wiederholt damit womöglich einen Fehler, den die Branche schon bei den Prospekten gemacht hat. Der Löwer-Kommentar

mehr ...

Recht

Wirbel um Krankenkassen-Klagen geht weiter – gegenseitige Kritik

Angesichts der Klagewelle um Behandlungskosten haben sowohl Vertreter der Kliniken als auch die Seite der Krankenkassen ihr Vorgehen verteidigt. Der Klageweg sei in einem Rechtsstaat nicht verwerflich, teilte am Freitag die AOK Rheinland-Pfalz/Saarland in Eisenberg mit.

mehr ...