„PKV-Anbieter werden eigenen Vorgaben nicht gerecht“

Der Bund der Versicherten (BdV) bemängelt, dass sich einige PKV-Anbieter nicht an die „Leitlinien zum unternehmensinternen Tarifwechsel“ halten. „Der Tarifwechsel erfolgt bei einigen Gesellschaften meist nur schleppend. Verbraucher müssen oft wochenlang auf Angebote warten“, so BdV-Pressesprecherin Bianca Boss.

Privatversicherte haben das Recht, jederzeit in andere Tarife ihrer Versicherungsgesellschaft zu wechseln.
Privatversicherte haben das Recht, jederzeit in andere Tarife ihrer Versicherungsgesellschaft zu wechseln.

Seit dem 1. Januar 2016 haben sich einige PKV-Unternehmen den Leitlinien unterworfen. Unter anderem ist darin festgeschrieben, dass im Falle eines Tarifwechsels Anfragen von Privatversicherten innerhalb von 15 Arbeitstagen beantwortet werden sollen und ihnen eine individuelle Beratung durch das Versicherungsunternehmen zusteht.

„Leider werden die Versicherer ihren eigenen Vorgaben regelmäßig nicht gerecht – zu Lasten der Versicherten, die viel zu lange auf konkrete Tarifwechselangebote warten und in dieser Zeit weiterhin höhere Beiträge ihres alten Tarifs zahlen müssen“, so Boss.

Selbst gesteckte Ziele nicht erfüllt

Nach Angaben des BdV gab es in den vergangenen Monaten vermehrt Rückmeldungen von den Mitgliedern des Verbraucherschutzvereins, dass einige PKV-Anbieter die selbst gesteckten Ziele hinsichtlich Bearbeitungszeit und Beratungsqualität beim unternehmensinternen Tarifwechsel nicht erfüllen. (kb)

Foto: Picture Alliance

 

 

 

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