Anzeige
7. Juni 2016, 17:01
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Interner Tarifwechsel in der PKV: “Ein Buch mit sieben Siegeln”

Oliver Beyersdorffer, Versicherungsberater von expertennetzwerk24 und akkreditierter Trainer bei der Deutschen Makler Akademie, erklärt im Interview mit Cash.Online, worauf es für Makler in der Beratung zur Privaten Krankenversicherung (PKV) ankommt, die Tücken des internen Tarifwechselrechts und sagt, warum Regulierung dem Vermittlermarkt gut getan hat.

Interner Tarifwechsel in der PKV: Ein Buch mit sieben Siegeln

“Die Regulierung durch den Gesetzgeber hat letztlich dazu beigetragen, dass die ‘Pseudomakler’ vom Markt verschwunden sind, weil sich das Umdecken nicht mehr in der gleichen Art und Weise lohnt – und das ist sicherlich für alle ein Vorteil.”

Cash.Online: Die PKV hatte es auch im vergangenen Jahr nicht leicht: So ist der Bestand in der Krankheitsvollversicherung um 0,5 Prozent leicht auf 8,79 Millionen Personen gegenüber 2014 zurückgegangen. Was raten Sie Maklern, die sich angesichts des herausfordernden Umfelds – etwa im Hinblick auf die Berichterstattung über steigende Beiträge –, fragen, wie Sie das Thema PKV beim Kunden vorurteilsfrei besprechen können?

Beyersdorffer: Die Private Krankenversicherung steht zunächst einmal für ein qualitativ hochwertiges Leistungsversprechen. So und nicht anders sollte das auch zur richtigen Zielgruppe transportiert werden – über die Qualität. Und genau da beginnt bereits häufig der Irrtum. Nur weil ich mich privat versichern kann, heißt das noch lange nicht, dass ich das auch tun sollte.
Als Kunde muss ich mir der damit verbundenen Konsequenzen bewusst sein, denn ich gehe eine langfristige Beziehung ein. Und eine Entscheidung kann nur in Kenntnis aller Fakten getroffenen werden.

Welches sind aus Ihrer Sicht die wichtigsten Fakten, die der Kunde kennen sollte?

Als Kunde entscheide ich mich bewusst für die PKV, weil ich zusätzliche oder umfassendere Leistungen erhalten möchte und ich bin bereit dafür auch einen entsprechenden Preis zu bezahlen. Daraus folgt, dass ich wissen muss, dass die Beiträge im Laufe der Zeit steigen müssen und daher schließe ich ganz bewusst einen hochpreisigen Tarif mit umfangreichem Leistungsversprechen ab. Zudem gilt: Nur wenn ich mich heute für ein Premium-Produkt entscheide, habe ich später auch die entsprechenden Gestaltungsmöglichkeiten, für den Fall, dass ich durch einen Tarifwechsel Beitragsersparnisse realisieren möchte oder muss.

Was sollte Versicherungsmakler, die sich in der PKV-Beratung engagieren, zuversichtlich stimmen?

Als Versicherungsmakler ist es meine Aufgabe, für meinen Kunden geeigneten Versicherungsschutz zu besorgen. Durch eine entsprechende Analyse hinsichtlich der aktuellen Lebensumstände, der Lebensplanung und der Vermögenssituation kann ich doch sehr schnell feststellen, ob der Wunsch meines Kunden nach PKV sich realisieren lässt und auch auf Dauer Freude bringt – oder ob hier eher eine Zusatzversicherung empfehlenswert ist, um den Wunsch nach weiteren Leistungen abzudecken. Wer als Versicherungsmakler seine PKV-Beratung bisher in dieser Art und Weise gestaltet hat und mit dem Kunden auch über die Situation in verschiedenen Lebensphasen – sei es als Familie mit Kindern oder im Rentenalter – gesprochen hat, der hat bisher PKV-Kunden gewonnen und er wird das auch zukünftig tun.

Seite zwei: Regulierung und internes Tarifwechselrecht

Weiter lesen: 1 2 3

Newsletter bestellen Top aktuell & kompakt! Werktags um 6.30 Uhr alle Versicherungs-News für Profis von Profis.

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 05/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Arbeitskraftabsicherung – Private Equity – Büroflächenmangel – Datenschutz

Rendite+ 1/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Marktreport Sachwertanlagen – Windkraft – Vermögensanlagen – Bitcoin & Co.

Ab dem 22. März im Handel.

Versicherungen

Insurtech Hepster bietet situative Versicherungen für Generation-Smartphone

Die Digitalisierung nimmt Einfluss auf immer mehr Lebensbereiche und Dienstleistungen. Mobile Endgeräte sind aus dem täglichen Leben nicht mehr wegzudenken.

mehr ...

Immobilien

Raus aus der Stadt: Immobilienkäufer suchen verstärkt im Umland

In den deutschen Metropolen ist bezahlbarer Wohnraum immer schwieriger zu finden. Immer mehr Immobilienkäufer weichen daher nach einer Analyse von Immowelt in die Speckgürtel aus, da dort die Preise noch niedriger sind. Am stärksten zeige sich diese Entwicklung in Berlin, Stuttgart und Frankfurt.

mehr ...

Investmentfonds

Deutlicher Konjunkturabschwung in 2019

Spätestens ab der zweiten Jahreshälfte 2018 wird die Weltwirtschaft langsamer wachsen, davon ist das Feri Institut überzeugt. Obwohl Deutschland eine Sonderstellung habe, komme es auch hier zum Abschwung. Warum sich die Konjunktur abkühlen wird:

mehr ...

Berater

EZB gewährt Deutscher Bank bei Postbank-Einlagen mehr Spielraum

Die Deutsche Bank hat bei der Integration ihrer Tochter Postbank in das Privat- und Firmenkundengeschäft des Konzerns ein Problem weniger. Die Bankenaufseher der Europäischen Zentralbank (EZB) gewährten Deutschlands größtem Geldhaus mehr Spielraum bei der Verwendung von Einlagen und Liquidität.

mehr ...

Sachwertanlagen

P&R-Insolvenzen: Fragen an die Bundesregierung

Die Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen hat eine kleine Anfrage zu Container- und Schiffsfinanzierungen an die Bundesregierung gestellt. Ein Teil der Fragen entfällt auf die Causa P&R.

mehr ...

Recht

Bürgschaften sind keine nachträglichen Anschaffungen

Wird ein Gesellschafter im Insolvenzverfahren als Bürge für Verbindlichkeiten der Gesellschaft in Anspruch genommen, so kann er dies nicht mehr als nachträgliche Anschaffungskosten werten und somit auch nicht mehr steuermindernd geltend machen. Dies entschied der Bundesfinanzhof (BFH) in einem aktuellen Urteil (Aktenzeichen: IX R 36/15). Gastbeitrag von Holger Witteler, Kanzlei Husemann, Eickhoff, Salmen & Partner

mehr ...