7. Februar 2018, 14:02
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“Run-offs” unerwünscht

Die Mehrheit der Deutschen ist gegen den Verkauf von bestehenden Lebensversicherungsverträgen an Abwicklungsgesellschaften. Stattdessen herrscht die Meinung vor, dass die Vertragsbeziehung mit dem Versicherer bis zum Vertragsende aufrechterhalten werden sollte. Dies ergab eine Umfrage, die Insa Consulere im Auftrag des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA) durchgeführt hat.

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Wegen der niedrigen Zinsen bekommen Versicherungskunden immer weniger für ihr angespartes Geld.

Bei der Ankündigung von Bestandsverkäufen betonen die Versicherer regelmäßig, dass dies auch zum Nutzen und im Interesse der Kunden sei. Diese Botschaft erzielt laut Umfrage allerdings nur etwa bei der Hälfte der Versicherten eine beruhigende Wirkung.

Selbst wenn keinerlei Nachteile entstehen, findet mehr als die Hälfte der Befragten, dass durch den Verkauf das Vertrauen in die Versicherung und den Anbieter geschwächt wird. Lediglich 13 Prozent meinen, dass dies nicht der Fall ist.

Ältere sehen Vertrauenverlust, Jüngere eher nicht

Vor allem Ältere empfinden einen solchen Vertrauensverlust. Unter den 55-Jährigen und Älteren gaben bis zu 63 Prozent eine solche Einschätzung ab. Damit dürfte der Vertrauensverlust bei den Vertragsinhabern der verkauften Bestände nach Einschätzung des DIA sogar noch über dem Durchschnitt von 51 Prozent liegen, da diese Kundschaft tendenziell älter sei als die befragte Stichprobe.

Zu der gehörten auch 18- bis 24-Jährige, von denen nur 22 Prozent eine Schwächung des Vertrauens angaben. An der Befragung, die im Dezember 2017 stattfand, nahmen 2.013 Personen ab 18 Jahren teil. (kb)

Foto: Picture Alliance

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