Anzeige
27. Februar 2018, 09:44
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Spahn: Alle Patienten müssen gleich schnell Arzttermine bekommen

Der designierte Gesundheitsminister Jens Spahn will die Kluft bei der Behandlung von privat und gesetzlich Versicherten verkleinern. Beim Arzt hätten die Menschen das Gefühl, es gebe zwei Klassen bei der Terminvergabe, sagte der CDU-Politiker dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Das solle sich ändern.

100170885 in Spahn: Alle Patienten müssen gleich schnell Arzttermine bekommen

Jens Spahn: “Wer immer höhere Beiträge zu zahlen hat, kommt im Alter sicherlich ins Grübeln.”

“Privat und gesetzlich Versicherte müssen in Zukunft gleich schnell einen Arzttermin bekommen können”, gab er als Ziel aus.

In einem ersten Schritt sollten die Terminservicestellen weiter ausgebaut werden, damit Patienten einen Ansprechpartner hätten. “Wir müssen auch, wie im Koalitionsvertrag vereinbart, über die Vergütungen der Ärzte für Kassenpatienten sprechen.” Bislang ist die Behandlung von Privatpatienten für Ärzte deutlich lukrativer.

Als weiteres Problem benannte Spahn die mangelnde Versorgung mit Ärzten, sowohl auf dem Land als auch in manchen Stadtteilen. “Wenn wir die Akzeptanz des Gesundheitssystems verbessern wollen, müssen wir dieses Problem lösen.”

Gefragt, ob er jungen Menschen noch mit gutem Gewissen empfehlen könne, sich privat zu versichern, antwortete Spahn zurückhaltend. Wenn man sich einmal festgelegt habe, “ist ein Wechsel in späteren Jahren schwerer als eine Scheidung”, sagte er. “Wer immer höhere Beiträge zu zahlen hat, kommt im Alter sicherlich ins Grübeln.”

Maßnahmen gegen Fachkräftemangel in der Pflege

Innerhalb der privaten Krankenversicherung müssten immer mehr Menschen im Verhältnis zu ihren Einkommen sehr hohe Beiträge zahlen. Außerdem gebe es wegen der niedrigen Zinsen Probleme mit den Kapitalrücklagen, sagte Spahn. “Wir müssen verhindern, dass für einen einfachen Polizisten stark steigende Beiträge im Alter zu einer sozialen Frage werden.”

Spahn kündigte auch Maßnahmen gegen den Fachkräftemangel in der Pflege an. “Wir werden die Ausbildungskapazitäten erhöhen, die Bezahlung und die Tarifbindung in der Pflege verbessern.” Pflege sei das große Thema, “das jeden in Deutschland bewegt”. (dpa-AFX)

Foto: Picture Alliance

Newsletter bestellen Top aktuell & kompakt! Werktags um 6.30 Uhr alle Versicherungs-News für Profis von Profis.

1 Kommentar

  1. Alle leben in schönen Häusern, haben neue große Autos, beste Schulen, sind im Vorstand usw. Umgemünzt auf den Protokoll-und Regulierungswahn müssen alle Bäcker oder Ärzte mein Befinden abklären, mich über alle möglichen und unmöglichen Risiken aufklären, erst dann dürfen Sie zur Tat schreiten.Es spielt dann auch keine Rolle das diese Aufklärung vielleicht eine Stunde Zeit kostet und der eigentliche Vorgang nur 10 Minuten. Wer Gleichheit in der Gesellschaft haben möchte der wird es Weltweit nirgendwo finden und es ist unrealistisch. Mir ist sowieso nicht klar, wie 10% Privatversicherte, die in der Regel auch noch Gesundheitsbewußter (Ernährung, Sport etc.) leben, die Praxen belegen können. Eigentlich schon Mathematisch, bei der fast größten Ärztedichte der Welt, unvorstellbar. Medial aufgeblasen, wie bei 0,03% Beschwerden über Vermittler und ein schlechtes Image, erzeugt von Weltfremden Menschen, die oft bestens selbst, zum Beispiel als Beamte erstklassig versorgt sind.

    Kommentar von Wilfried Strassnig Versicherungsmakler — 28. Februar 2018 @ 08:21

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Megatrend Demografie – Indizes – Naturgefahren – Maklerpools

Ab dem 16. Oktober im Handel.

Cash.Special 3/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Riester-Rente – bAV – PKV – Bedarfsanalyse

Ab dem 22. Oktober im Handel.

Versicherungen

Axa strukturiert Vorstand um – Dahmen geht

Die Axa gibt ihrem Konzern in Deutschland zum 1. Januar eine neue Struktur. Dazu wird der Versicherer die Vorstandsressorts bündeln, um damit gezielt für weiteres Kundenwachstum aufgestellt zu sein.

mehr ...

Immobilien

Gebrauchtimmobilie: Gekauft wie gesehen?

Beim Kauf einer gebrauchten Immobilie sollte nicht gleich der erste Eindruck entscheiden. Wer genauer hinschaut, kann teure Überraschungen vermeiden. Ist der Vertrag erst unterschrieben, wird es schwierig, Baumängel geltend zu machen.

mehr ...

Investmentfonds

Der Weg zur Planwirtschaft

Die expansive Geldpolitik lähmt Innovationen und lässt Blasen entstehen, die platzen werden. Die größte Gefahr ist, dass gescheiterte Unternehmen verstaatlicht werden. Davor warnte gestern auf dem Faros Institutional Investors Forum Professor Gunther Schnabl. Gibt es einen Ausweg aus diesem Szenario?

mehr ...

Berater

EZB-Präsident und Deutsche-Bank-Chef fordern Kapitalmarktunion

EZB-Präsident Mario Draghi und Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing haben einmal mehr einheitliche Regeln für Banken und die Kapitalmärkte in Europa gefordert. Das sei die einzige Antwort auf die Bedrohungen denen sich die Währungsunion ausgesetzt sehe.

mehr ...

Sachwertanlagen

Noch immer Prozesse rund um die Göttinger Gruppe anhängig

Die Pleite der Securenta/Göttinger Gruppe im Jahr 2007 beschäftigt noch immer die Gerichte. Das belegt ein aktueller Beschluss des BGH: Er hatte in Zusammenhang mit einer überlangen Verfahrensdauer eines der Prozesse zu entscheiden. 

mehr ...

Recht

Kampf ums “Bayerische”: Watschn vom Richter

Nach langwierigem Prozess über zwei Instanzen wird ein Hahnenkampf zweier Versicherungen ums “Bayerische” aller Wahrscheinlichkeit nach mit dem Offensichtlichen enden: Ein bayerisches Unternehmen darf sich auch bayerisch nennen.

mehr ...