Studie: Die Top-Trends der Versicherungsbranche

Die fünf Top-Trends, die Nicht-Versicherer für die Branche sehen unterscheiden sich laut den Versicherungsforen dagegen leicht: So seien hier besonders die technologischen Themen weit vorn angesiedelt.

Zwar werde auch die Regulatorik als sehr wichtig angesehen, komme allerdings erst nach anderen Entwicklungen wie Big Data und Predictive Analytics, Connected Cars, KI, Cybercrime und Insurtechs.

Insgesamt passen die Einschätzungen aber zueinander, wie der Vergleich beider Berufsgruppen zeige. Die Themen 3D-Druck, VR und Prosument statt Konsument werden auch von den Dienstleistern als kaum relevant für die Branchenentwicklung angesehen.

Blockchain gewinnt an Relevanz

Drängende regulatorische Themen haben hinsichtlich der Vorbereitung auf aktuelle Trends und Entwicklungen bei den Versicherern höchste Priorität. Nach eigener Einschätzung sehen sich die Branchenexperten hier „sehr gut vorbereitet“ (rund 52 Prozent).

Darauf folge das Thema Extremwetter, auf das 40 Prozent „sehr gut vorbereitet“ seien. So bestätige sich die Entwicklung, dass Versicherer seit langem dabei seien, ihre Prognosemodelle und Präventionsmaßnahmen zu verbessern, und die Tatsache, dass die Assekuranz seit jeher über eine hohe Expertise auf diesem Gebiet verfüge.

Auch das Thema Blockchain gewinne trotz derzeit wenigen Anwendungsbeispielen an Relevanz. Ähnlich der Einschätzung zur Relevanz falle auch das Ergebnis bei der Bewertung der Vorbereitung auf den Trend „Prosument statt Konsument“ aus: 38 Prozent seien „überhaupt nicht vorbereitet“, 43 Prozent seien „nicht sehr vorbereitet“.

Versicherer fühlen sich gewappnet

Die Gruppe der Nicht-Versicherer schätzt die Assekuranz laut den Versicherungsforen ebenfalls als gut vorbereitet auf regulatorische Themen und Extremwetter ein. Handlungsbedarf bestehe aus ihrer Sicht jedoch im Themengebiet KI.

Diese Technologie werde von der Teilnehmergruppe als sehr relevant für die Branchenentwicklung angesehen, jedoch seien 71 Prozent der Ansicht, dass die Versicherer nicht sehr vorbereitet seien. Weitere 14 Prozent glauben, die Branche sei noch gar nicht vorbereitet.

Im Vergleich der beiden Gruppen fühlen sich die Versicherer tendenziell besser für relevante Trends gewappnet, als es die Nicht-Versicherer attestieren. Deutliche Abweichungen seien bei den Themen Blockchain, Künstliche Intelligenz, Big Data und Produktindividualisierung festzustellen. (bm)

Foto: Shutterstock

 

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