27. August 2018, 18:00
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Versicherungswirtschaft mit höherem Wachstum

Die deutsche Versicherungswirtschaft ist 2017 gemessen an Beitragseinnahmen und Vertragsbestand stärker gewachsen als im Vorjahr. Während es in der Lebensversicherung ein Minus gab, verbuchten Kranken- und SUHK Zuwächse. Auch die Kapitalanlagen legten deutlich zu, berichtet der GDV im Statistischen Taschenbuch 2018.

 

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Die Beitragseinnahmen der Erstversicherungsunternehmen beliefen sich 2017 auf annähernd 198 Milliarden Euro und lagen damit um 1,9 Prozent über dem Vorjahresniveau. Im Jahr 2016 hatte die Branche ein Beitragswachstum von 0,2 Prozent verzeichnet. Ob dies eine Trendumkehr ist, wird sich allerdings zeigen müssen.

So erhöhte sich der Versicherungsbestand erhöhte sich auf 434,9 Millionen Policen. Auch hier fiel das Wachstum mit 0,9 Prozent allerdings nur geringfügig höher aus als im Jahr 2016 (0,5 Prozent).

In der Schaden- und Unfallversicherung stieg der Vertragsbestand dagegen deutlich kräftiger auf 312,3 Millionen Policen (plus 1,3 Prozent), in der Krankenversicherung auf 34,3 Millionen (plus 1,2 Prozent). Im Rückwärtsgang befinden sich dagegen die Lebensversicherungen. Dort gab es ein Minus von einem Prozent auf 88,3 Millionen Policen.

Kapitalanlagevolumen über 1.300 Milliarden Euro

Das Beitragswachstum schlägt sich auch in einem Anstieg des Kapitalanlagevolumens nieder. Der Buchwert der Kapitalanlagen der Erstversicherungsunternehmen legte um 3,1 Prozent auf 1,35 Billionen Euro zu.

Das entspricht etwa dem Vierfachen des Bundeshaushalts für 2018. Der größte Teil der Kapitalanlagen entfällt auf die Lebensversicherung (rund 909 Milliarden Euro), gefolgt von der Krankenversicherung (rund 273 Milliarden Euro) sowie der Schaden-/Unfallversicherung (rund 169 Milliarden Euro).

„Die Versicherungswirtschaft passt sich zunehmend an die herausfordernden Rahmenbedingungen wie Niedrigzinsumfeld und schärferer Regulierung an. Zudem profitiert sie von der anhaltend robusten Konjunkturentwicklung in Deutschland“, erklärte GDV-Chefvolkswirt Klaus Wiener. Für das laufende Jahr rechnet er mit einem Beitragswachstum in etwa auf Vorjahresniveau. (dr)

Foto: GDV

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