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19. Juli 2018, 11:15
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WWK: “Wer sagt, Riester lohnt sich nicht, täuscht die Menschen“

Die Riester-Rente hat derzeit kaum noch Freunde im Markt. Die WWK gehört zu den wenigen Lebensversicherern, die damit erfolgreich sind. Mit einem Marktanteil von rund 17 Prozent und einem Umsatz von rund 1,2 Milliarden Euro im Riester-Neugeschäft ist die WWK ein großer Player in dem Segment. Vertriebsvorstand Rainer Gebhart, Marketingleiter Ansgar Eckert und Maklervertriebschef Thomas Heß nahmen im Interview mit Cash. Stellung zu einem Produkt, das Zweifel sät und polarisiert.

 

WWK: Wer sagt, Riester lohnt sich nicht, täuscht die Menschen“

WWK-Vertriebsvorstand Rainer Gebhart (mi.), der Leiter des Maklervertriebs Thomas Heß (re.) und Marketingleiter Ansgar Eckert im Interview mit Cash.

 

Es gab bei Riester vergangenes Jahr nur noch sehr moderate Zuwächse. Ist das Produkt damit endgültig gescheitert?

Gebhart: Wer sagt, dass es keine Erfolgsgeschichte ist? Es gibt 16,6 Millionen Riesterverträge in einem relativ kurzen Zeitraum. Ein Zeitraum, der wesentlich schneller zu einer Markdurchdringung geführt hat, als die betriebliche Altersvorsorge. Nichts desto trotz scheint dies medial keine Erfolgsgeschichte zu sein.

Seit Jahren gibt es Kritik an der Riester-Rente. Macht das Produkt noch Spaß?

Gebhart: Wir sind sehr stark bei Riester. Mit 36.000 Verträgen im vergangenen Jahr haben wir hohe Abschlusszahlen. Und wir sind auch deshalb stark, weil die WWK ein Riester-Produkt hat, das sich deutlich von anderen Produkten unterscheidet. Wir haben 2009 den Riester in der heutigen Form mit einem modernen Absicherungsmechanismus auf den Markt gebracht. Unsere Bestände steigen stark, während die Branche kaum noch Neugeschäft generiert. Insbesondere von den Investmentgesellschaften kommen immer mehr Kunden zu uns, weil wir einen moderneren Absicherungsmechanismus bieten können. Unsere Zuwächse bei Riester kommen vor allem über den Maklerbereich. Dort hat man unsere Stärke erkannt.

Wie stehen Sie zu dem Vorwurf, dass sich die Riester-Rente nicht lohnt?

Heß: Mit der Förderung dahinter lohnt es sich sehr wohl, und in dieser Niedrigzinsphase umso mehr. Ein Beispiel: Eine teilzeitbeschäftigte Frau, alleinstehend mit einem Jahreseinkommen von 20.600 Euro spart jährlich 864 Euro. Durch die Grund- und Kinderzulage erhält sie so viele Zuschüsse, dass sie effektiv nur 389 Euro selbst aufbringen muss. Die Förderquote liegt bei 55 Prozent. Wer da sagt, das lohne sich nicht, lügt.

Seite 2: Hohe Aktienquote bei voller Sicherheit

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3 Kommentare

  1. Ein Riester lohnt sich unter den herrschenden Regelungen nur für Geringverdiener. Der Subventions- und Steuervorteil ist durch die drohenden hohen Kosten, Bersteuerung während der Rentenbezugsphase, Ablauf der Rentengarantie und einem realistischen Ablebensalter von 77-87 Jahren, uninteressant und finanziell nachteilig für Besserverdienende gestaltet.

    Kommentar von Azim Chowdhury — 23. Juli 2018 @ 10:33

  2. Na ja, die Alleinstehende braucht bei der Berechnung noch mindestens ein Kind und darf bei dem (Brutto)-Einkommen ab dem 15. d.M. bereits rätseln, woher sie nach Abzug für Miete, Nebenkosten, Grundbedürfnisse wie Vers., Auto etc. das Geld zum Essen noch nimmt. Wie viel später von der Riesterrente wieder per Gesetz / Steuer und evtl. bis dahin für KV/PflVers., auch rückwirkend wieder abgezogen wird, wird auch nicht erwähnt. Riester ist halt kompliziert, unübersichtlich, bürokratisch, beratungsintensiv und dann vielleicht individuell evtl. lohnenswert oder auch nicht.

    Kommentar von B. Steiner — 20. Juli 2018 @ 11:09

  3. Es ist mir ein völliges Rätsel, warum Makler immer noch WWK anbieten. Seit den unverschämten Beitragsanpassungen Anfang des Jahres von bis zu 40%, ohne plausible Begründung und ohne rechtzeitige Benachrichtigung, ist die WWK von meiner Liste der empfehlenswerten Anbieter gestrichen.

    Kommentar von stephan botz — 19. Juli 2018 @ 14:48

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