Anzeige
16. November 2018, 10:30
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

WWK: “Wer sagt, Riester lohnt sich nicht, täuscht die Menschen“

Die Riester-Rente hat derzeit kaum noch Freunde im Markt. Die WWK gehört zu den wenigen Lebensversicherern, die damit erfolgreich sind. Mit einem Marktanteil von rund 17 Prozent und einem Umsatz von rund 1,2 Milliarden Euro im Riester-Neugeschäft ist die WWK ein großer Player in dem Segment.

WWK: Wer sagt, Riester lohnt sich nicht, täuscht die Menschen“

WWK-Vertriebsvorstand Rainer Gebhart (mi.), der Leiter des Maklervertriebs Thomas Heß (re.) und Marketingleiter Ansgar Eckert im Interview mit Cash.

Vertriebsvorstand Rainer Gebhart, Marketingleiter Ansgar Eckert und Maklervertriebschef Thomas Heß nahmen im Interview mit Cash. Stellung zu einem Produkt, das Zweifel sät und polarisiert:

Es gab bei Riester vergangenes Jahr nur noch sehr moderate Zuwächse. Ist das Produkt damit endgültig gescheitert?

Gebhart: Wer sagt, dass es keine Erfolgsgeschichte ist? Es gibt 16,6 Millionen Riesterverträge in einem relativ kurzen Zeitraum. Ein Zeitraum, der wesentlich schneller zu einer Markdurchdringung geführt hat, als die betriebliche Altersvorsorge. Nichts desto trotz scheint dies medial keine Erfolgsgeschichte zu sein.

Seit Jahren gibt es Kritik an der Riester-Rente. Macht das Produkt noch Spaß?

Gebhart: Wir sind sehr stark bei Riester. Mit 36.000 Verträgen im vergangenen Jahr haben wir hohe Abschlusszahlen. Und wir sind auch deshalb stark, weil die WWK ein Riester-Produkt hat, das sich deutlich von anderen Produkten unterscheidet. Wir haben 2009 den Riester in der heutigen Form mit einem modernen Absicherungsmechanismus auf den Markt gebracht. Unsere Bestände steigen stark, während die Branche kaum noch Neugeschäft generiert. Insbesondere von den Investmentgesellschaften kommen immer mehr Kunden zu uns, weil wir einen moderneren Absicherungsmechanismus bieten können. Unsere Zuwächse bei Riester kommen vor allem über den Maklerbereich. Dort hat man unsere Stärke erkannt.

Wie stehen Sie zu dem Vorwurf, dass sich die Riester-Rente nicht lohnt?

Heß: Mit der Förderung dahinter lohnt es sich sehr wohl, und in dieser Niedrigzinsphase umso mehr. Ein Beispiel: Eine teilzeitbeschäftigte Frau, alleinstehend mit einem Jahreseinkommen von 20.600 Euro spart jährlich 864 Euro. Durch die Grund- und Kinderzulage erhält sie so viele Zuschüsse, dass sie effektiv nur 389 Euro selbst aufbringen muss. Die Förderquote liegt bei 55 Prozent. Wer da sagt, das lohne sich nicht, lügt.

Seite 2: Hohe Aktienquote bei voller Sicherheit

Weiter lesen: 1 2 3 4

3 Kommentare

  1. Ein Riester lohnt sich unter den herrschenden Regelungen nur für Geringverdiener. Der Subventions- und Steuervorteil ist durch die drohenden hohen Kosten, Bersteuerung während der Rentenbezugsphase, Ablauf der Rentengarantie und einem realistischen Ablebensalter von 77-87 Jahren, uninteressant und finanziell nachteilig für Besserverdienende gestaltet.

    Kommentar von Azim Chowdhury — 23. Juli 2018 @ 10:33

  2. Na ja, die Alleinstehende braucht bei der Berechnung noch mindestens ein Kind und darf bei dem (Brutto)-Einkommen ab dem 15. d.M. bereits rätseln, woher sie nach Abzug für Miete, Nebenkosten, Grundbedürfnisse wie Vers., Auto etc. das Geld zum Essen noch nimmt. Wie viel später von der Riesterrente wieder per Gesetz / Steuer und evtl. bis dahin für KV/PflVers., auch rückwirkend wieder abgezogen wird, wird auch nicht erwähnt. Riester ist halt kompliziert, unübersichtlich, bürokratisch, beratungsintensiv und dann vielleicht individuell evtl. lohnenswert oder auch nicht.

    Kommentar von B. Steiner — 20. Juli 2018 @ 11:09

  3. Es ist mir ein völliges Rätsel, warum Makler immer noch WWK anbieten. Seit den unverschämten Beitragsanpassungen Anfang des Jahres von bis zu 40%, ohne plausible Begründung und ohne rechtzeitige Benachrichtigung, ist die WWK von meiner Liste der empfehlenswerten Anbieter gestrichen.

    Kommentar von stephan botz — 19. Juli 2018 @ 14:48

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 02/2019

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Arbeitskraftabsicherung – Denkmalobjekte – Betriebsrente – Digital Day 2019

Ab dem 24. Januar im Handel.

Cash. 01/2019

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Fonds Finanz – Robotik – Moderne Klassik – Finanzanalyse

Versicherungen

Sammelklagen: Abgas-Skandal hat branchenübergreifend Folgen

Die jahrelange Manipulation von Abgaswerten durch deutsche Automobilhersteller wird auch für Unternehmen anderer Branchen stark negative Folgen haben. Das zeigt auch eine aktuelle Aon-Prognose.

mehr ...

Immobilien

“Regulierungswut der GroKo geht auf Kosten der Mieter”

Bundesjustizministerin Katharina Barley plant, eine Evaluation zur Mietpreisbremse, um diese möglicherweise zu verlängern. Der bau- und wohnungspolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Daniel Föst, warnt in seinem Kommentar vor diesem Schritt.

mehr ...

Investmentfonds

Das sind die Top 50 Firmen im Crypto-Valley

Der Kurssturz der Kryptowährungen hinterlässt Spuren: Die Marktbewertung der 50 größten Blockchain-Unternehmen im Crypto Valley ist innerhalb von drei Monaten von 44 auf 20 Milliarden US-Dollar gesunken. Die Zahl der Unternehmen stieg aber im gleichen Zeitraum von 629 auf 750. Darunter sind vier Unicorns – Startups mit einer Milliardenbewertung.

mehr ...

Berater

Deutsche Bank: US-Demokraten untersuchen Trump-Geschäfte

Hochrangige Vertreter der US-Demokraten wollen nach der Übernahme der Mehrheit im Repräsentantenhaus endlich die Geschäftsbeziehungen zwischen Donald Trump und der Deutschen Bank unter die Lupe nehmen.

mehr ...

Sachwertanlagen

“Wohnimmobilien bleiben der Fels in der Brandung”

Das Mannheimer Emissionshaus Primus Valor AG meldet “das erfolgreichste Geschäftsjahr seiner Geschichte”. Demnach hat das Unternehmen im vergangenen Jahr insgesamt 55 Millionen Euro Eigenkapital für zwei Fonds eingesammelt.

mehr ...

Recht

Wintereinbruch: Diese Pflichten haben Eigentümer und Mieter

Der Winter ganz Deutschland im Griff: Selbst in schneearmen Regionen und Städten wie Köln bleibt die weiße Pracht auf Straßen und Gehsteigen liegen. Die Winterlandschaft bringt Verpflichtungen für Hauseigentümer oder Mieter mit sich – zum Beispiel die gesetzliche Pflicht zum Schneeräumen. Auch versicherungstechnisch ist das Räumen und Streuen des Gehwegs relevant.

mehr ...