15. Oktober 2019, 18:12
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Allianz Umfrage: Bürger sind offen für Veränderungen

Für die erste Ausgabe des „Allianz Pulse“ wurde in allen drei Ländern eine repräsentative Stichprobe von 1000 Menschen zur ihrer Einstellung zu Politik, Wirtschaft und persönlichen Zielen befragt.

Europa in Allianz Umfrage: Bürger sind offen für Veränderungen

 

Reform-orientiert

Die Gesellschaft verändert sich zum Schlechteren – 46% der befragten Deutschen sind dieser Ansicht. Nur 27% sehen die jüngsten Entwicklungen in einem positiven Licht. In Frankreich (59%) und Italien (58%) ist die Unzufriedenheit noch höher. Der Ruf nach Reformen ist daher deutlich zu vernehmen. Um dieses Reformverlangen zu erfassen, hat die Allianz einen eigenen Indikator entwickelt, den „Allianz Need for Change Indicator“, der den Wunsch nach Veränderung in fünf Dimensionen misst: nationale und supra-nationale Politik, Globalisierung, Digitalisierung und Klimawandel. In Deutschland erreicht er mit 60,2 beinahe einen so hohen Wert wie in Frankreich (62,7) und Italien (61,9) und liegt auch deutlich über der Schwelle von 50. „Die hohe Bereitschaft zur Veränderung ist einigermaßen überraschend“, sagte Ludovic Subran, Chefvolkswirt der Allianz. „Immerhin zwei Drittel der deutschen Befragten schätzen die wirtschaftliche Lage ja als gut ein. Aber sie wissen auch, dass die Welt sich ändert und Deutschland keine Insel der Seligen ist. Die guten Zeiten werden nicht von Dauer sein. Die Menschen erwarten fundamentale Veränderungen, um den Wohlstand für die Zukunft zu sichern, sie erwarten mutige Weichenstellungen – auch in Deutschland.“

Soziale Frage im Vordergrund

Die Menschen wollen Wandel. Aber warum? Was sind die drängendsten Probleme, die die heutige Gesellschaft belasten? Die Antworten fallen in allen drei Ländern ähnlich aus: An oberste Stelle steht die soziale Frage. In Deutschland zum Beispiel wird von 71% der Befragten Ungleichheit als das Hauptproblem genannt, gefolgt vom Pflegesystem (68%), dem Rentensystem (66%) und der Armutsbekämpfung (63%). Auch in Frankreich steht Ungleichheit ganz oben (71%), in Italien an dritter Stelle (75%). Neben den sozialen Problemen ist eine weitere gemeinsame Sorge die gegenwärtige Regierungspolitik: In Deutschland und Italien steht dieses Problem an fünfter Stelle (58% und 73% der Befragten), in Frankreich sogar an zweiter Stelle (70%). Während es sich in Deutschland dabei aber eher um ein zeitbezogenes Problem handelt, der Unzufriedenheit mit der Arbeit der Großen Koalition, scheint es in Frankreich und Italien ein systemisches zu sein. Die Befragten sind nicht nur unzufrieden mit dem gegenwärtigen Regierungshandeln, sondern sehen das politische System selbst als Problem an: in Frankreich 69% (Rang 3) und in Italien 77% der Befragten (Rang 2); in Deutschland dagegen denken „nur“ 44% der Befragten so (Rang 12).

Seite 2: Sicherheit und Klima

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