Berufsunfähigkeit: Ein wohl kalkuliertes Risiko?

Die Deutschen verkennen das Risiko einer Berufsunfähigkeit seit Jahrzehnten und verzichten auf Absicherung. Gezielte Aufklärung und Beratung könnten helfen.

Den Traumjob verlieren? Eine Berufsunfähigkeit ist ein Szenario, dem man sich gern verschließt.

Die Deutschen spielen gern Lotto. 2016 gaben rund 7,6 Millionen Deutsche zwischen 25 und 50 Euro monatlich aus. Und 1,7 Millionen sogar mehr als 50 Euro.

Dabei liegt die Wahrscheinlichkeit für sechs Richtige mit Superzahl bei eins zu 139,8 Millionen. Die Möglichkeit, wegen gesundheitlicher Probleme berufsunfähig zu werden, dagegen bei eins zu vier.

Warum hierzulande angesichts dieses beunruhigenden Verhältnisses nur gerade einmal rund ein Viertel der Berufstätigen eine Absicherung gegen Berufs- und Erwerbsunfähigkeit besitzen, die – wenn sie in jungen Jahren abgeschlossen wird – nicht mehr kostet als ein Lotto-Monatseinsatz, lässt sich kaum nachvollziehen.

Horror-Szenario für viele Beschäftigte

Für junge Menschen, für die es sich besonders lohnen würde, ist das Thema viel zu weit weg. „Sie können sich nur schwer vorstellen, aufgrund von Krankheit und Unfall nicht mehr arbeiten zu können.

Zugegeben: Wegen eines Unfalls oder einer schweren Krankheit nicht mehr arbeiten zu können, ist ein Horror-Szenario, mit dem man sich ungern befasst. Aber die Statistik spricht eine klare Sprache: Auch Job-Starter sind betroffen.

Denn: Berufsunfähigkeit kann jeden treffen. Dabei lohnt es sich in zweifacher Hinsicht, die Arbeitskraft frühzeitig zu versichern. Je jünger der Antragsteller, desto reibungsloser verläuft häufig die Risikoprüfung.

Außerdem profitieren junge Kunden von besonders günstigen Prämien, die sie sich über die gesamte Vertragslaufzeit sichern“, sagt Michael Rosch, Bereichleiter Produktmanagement Leben bei HDI.

Seite zwei: Wie viele Deutsche verkennen das Risiko?

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