26. November 2019, 07:00
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„Das Geschäftsmodell des Assekuradeurs ist noch extrem unterrepräsentiert“

Der Gewerbe- und Industrieversicherungsmarkt in Deutschland ist wettbewerbsintensiv. Dennoch wagte mit Victor Deutschland Anfang 2019 ein relativ unbekannter Assekuradeur den Markteintritt. Cash. sprach mit Bernd Knof, Geschäftsführer von Victor Deutschland über das Geschäftsmodell und die Pläne des neuen Players.

Bernd-Knof Portraet1 in „Das Geschäftsmodell des Assekuradeurs ist noch extrem unterrepräsentiert“

Bernd Knof, Geschäftsführer von Victor Deutschland

Cash: Der deutsche Versicherungsmarkt ist extrem gut erschlossen. Was waren die Gründe für Victor, dennoch den Markteintritt in Deutschland zu wagen?

Knof: Der deutsche Versicherungsmarkt ist zwar ein sehr wettbewerbsintensiver Markt. Nichtsdestotrotz bieten sich – gerade in der heutigen Zeit – sehr viele Möglichkeiten für schnelle, innovative und digitale Unternehmen hier Fuß zu fassen.

Hinzu kommt, dass das Geschäftsmodell des Assekuradeurs in Deutschland noch extrem unterrepräsentiert ist. Durch unseren sehr hohen Digitalisierungsgrad von Versicherungsprozessen und unsere innovative Methodik von der Produktentwicklung bis zur Schadenbearbeitung sehen wir in Deutschland große Wachstumschancen für Victor.

Cash: Welche Expertise bringen Sie für den deutschen Versicherungsmarkt mit?

Knof: Victor Deutschland ist Teil des meines Wissens größten Assekuradeurs der Welt mit über 20 Niederlassungen weltweit und gemanagten Prämieneinnahmen von über eine Milliarde Euro. Durch die Eröffnung der deutschen Gesellschaft im Januar 2019 setzt Victor seinen Wachstumskurs in strategisch wichtige Versicherungsmärkte konsequent fort.

Mit der Victor Deutschland GmbH haben wir uns zum Ziel gemacht, einen führenden Anbieter für technologie- und innovationsgetriebene Produkt- und Serviceleistungen aufzubauen.

Victor Deutschland gehört als 100-prozentige Tochtergesellschaft zur Marsh&McLennan Gruppe. Hierbei möchte ich hervorheben, dass wir eine eigenständige Gesellschaft sind und im Konzernverbund eine unabhängige Schwestergesellschaft der Marsh GmbH darstellen.

Vor dem Hintergrund: Wie steht es mit der Unabhängigkeit?

Knof: Eine organisatorische, personelle und/oder eine Verflechtung auf Ebene der IT mit der Marsh GmbH als Maklergesellschaft ist nicht gegeben. Ein wesentlicher Auftrag für Victor liegt darin, Geschäft im Segment KMU und Affinities zu akquirieren, und dies machen wir mit verschiedensten Vertriebspartnern, allesamt übrigens ohne jeden Bezug zur Marsh&McLennan Gruppe.

Aufgrund der Zugehörigkeit zur MMC Gruppe, dem weltweit größten Risikoberater und Versicherungsvermittler werden wir aber natürlich das umfassende Produkt-Knowhow des Konzerns zum Vorteil unserer Kunden nutzen.

Victor kann die Versicherungs-Wertschöpfungskette mit einem voll digitalen und innovativen Ansatz abbilden. Unser Leistungsspektrum umfasst die Entwicklung eigener Produkte, digitales Underwriting sowie die Bereitstellung eigener und angebundener Partner-Vertriebsplattformen für unsere Kunden.

Dabei unterstützen wir unsere Kunden sowohl bei der Entwicklung bedarfsgerechter Produkte als auch bei der Etablierung effizienter Prozesse und Services sowie der Schadenbearbeitung.

 

Seite 2: Die Segmente, das Fazit

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