Generali: „Das Maklergeschäft ist sehr Mainstream“

Cash.: Stichwort DIN-Norm 77230: Wie fällt Ihre Bewertung aus?

Stachon: Alles, was die Qualität der Versicherungsberatung verbessert, ist positiv. Und dazu stehen wir als Generali hundertprozentig. Mein Eindruck ist aber, dass wir beginnen, überzuregulieren.

Ich bin mir nicht sicher, ob die allerletzten Veränderungen für den Kunden wirklich Verbesserungen bringen. Aber nochmal: Wir befürworten alles, was die Kompetenz und die Qualität im Versicherungsvertrieb steigert. Fortbildung ist absolut wichtig.

Ein geregeltes Maß an Standardisierung, was Dokumentation angeht, halte ich ebenfalls für enorm wichtig. Das gilt auch für die Spielregeln. Trotzdem ist der Ansatz in Deutschland, die Anforderungen immer weiter zu erhöhen, nicht die optimale Lösung.

Was sind Ihre Kritikpunkte?

Lassen Sie mich auf die Digitalisierung zurückkommen. Es gibt eine Diskrepanz, wie wir an das Thema herangehen, während angelsächsische IT-Unternehmen ganz andere Freiheiten haben.

Es kann nicht sein, dass die einen etwas dürfen, das anderen untersagt wird. Und das sage ich auch den Politikern immer wieder, dass wir ein solches Problem nicht allein lösen können.

Entweder lösen wir es weltweit vernünftig – dann gelten in Irland die gleichen Datenschutzbestimmungen wie in Deutschland. Oder wir bekommen erhebliche Probleme.

Ich bin mir nicht ganz sicher, ob wir Waffengleichheit haben oder der Spieß auf der einen Seite drei Zentimeter kürzer wird als auf der anderen. In diesem Fall tut man den Menschen keinen Gefallen.

Seite sechs: Was bringt 2019?

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