Pflege: So teuer kommt Spahn die Deutschen zu stehen

Das gilt im Prinzip auch für die Anreize, die Spahn mit dem Terminservice- und Versorgungsgesetz den Ärzten geben will, um ihnen jenseits der Budgetierung eine Refinanzierung von Mehrarbeit zu ermöglichen.

Die zusätzlichen Ausgaben kann das Ministerium aufgrund der Vielzahl von Faktoren nicht beziffern und schätzt einen „mittleren dreistelligen Millionenbetrag“. Das wären vielleicht 400 bis 600 Millionen Euro, also 1 bis 1,5 Prozent des Gesamthonorars zusätzlich zu vereinbarten Honorarsteigerungen.

Kassiert der Staat, was Spahn gibt?

Ob dies tatsächlich erarbeitet wird, hängt – ähnlich wie bei den Pflegekräften – von der Kalkulation eines jeden Arztes oder Psychotherapeuten ab.

Zu bedenken ist, dass inzwischen mehr als 32.000 Ärzte im Angestelltenverhältnis und häufig in Teilzeit arbeiten. Auch hier könnte gelten: Was Spahn gibt, kassiert der Staat zum großen Teil wieder ein.

So zeigt sich das Dilemma eines Gesundheitsministers: Viel Geld ist nicht gleich viel Macht.

Foto: Laurence Chaperon

 

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