9. November 2018, 16:03
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Spahn: Kinderlose sollen mehr für Pflege und Rente zahlen

Kinderlose sollten nach dem Willen von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) merklich mehr in die Pflege- und Rentenversicherung einzahlen als Eltern. Die Forderung trifft auf Ablehnung beim Koalitionspartner SPD.

Spahn: Kinderlose sollen mehr für Pflege und Rente zahlen

Jens Spahn (CDU): Der Minister hält die aktuellen Beitragssätze für nicht generationengerecht.

Dies sei eine Gerechtigkeitsfrage, schreibt Spahn in einem Gastbeitrag für die Zeitungen der “Neuen Berliner Redaktionsgesellschaft” am Freitag.

“Im Umlagesystem bekommen die Alten das Geld von den Jungen – auch, wenn es die Kinder nur der Anderen sind.” Er sage dies ganz bewusst als “selbst Kinderloser, der bereit ist, finanziell mehr zur Zukunftsfähigkeit des Systems beizutragen”.

Derzeit liegt der Beitragssatz zur Pflegeversicherung für Kinderlose bereits um 0,25 Prozentpunkte höher als für Versicherte mit Kindern. Dieses Grundprinzip sei richtig und vorbildlich, sagte der Bewerber um den CDU-Vorsitz.

Finanzierung für tausende Pflegestellen

Doch müssten die Dinge jetzt generationengerecht gestaltet werden, “sonst werden die immer weniger Jungen des übernächsten Jahrzehnts Wege finden, ihre finanzielle Überlastung abzuschütteln oder zu umgehen”.

Der Bundestag hat am Freitag das von der großen Koalition geplante Milliardenpaket gegen die Personalnot in der Pflege beschlossen.

Mit den Plänen will Spahn für mehr Stellen und bessere Arbeitsbedingungen sorgen. So sollen in der Altenpflege 13.000 zusätzliche Stellen geschaffen werden.

Seite zwei: Kritik von Arbeitsminister Heil

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2 Kommentare

  1. Mein lieber Jens, grundsätzlich keine schlechte Idee, aber was ist mit Menschen, die bereits ihre Kinder “groß” gezogen haben ? Die gelten dann aktuelle auch als “kinderlos”; Schon mal drüber nachgedacht ?

    Kommentar von Nils Fischer — 12. November 2018 @ 12:08

  2. Eine Frechheit. Kinderlose Alleinstehende zahlen ohnehin schon einen höheren Beitrag in der Pflegepflichtversicherung und finanzieren in der gesetzlichen Krankenversicherung die beitragfrei mitversicherten Kinder von Familien

    Kommentar von steven broel — 12. November 2018 @ 11:08

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