24. April 2019, 15:44
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Hurra, wir leben länger: Jedes dritte Mädchen wird 100 Jahre alt

Ein 100. Geburtstag wird in Zukunft immer gewöhnlicher. Mehr als jedes dritte neugeborene Mädchen (37 Prozent) wird das Jubiläum voraussichtlich erleben. Von den Jungen kann jeder zehnte darauf hoffen – sofern der Trend anhält. Das zeigen aktuelle Berechnungen des Max-Planck-Instituts für demografische Forschung (MPIDR) im Auftrag der Initiative „7 Jahre länger“.

Shutterstock 391353316 Mutter Tochter in Hurra, wir leben länger: Jedes dritte Mädchen wird 100 Jahre alt

Jedes dritte Mädchen wird voraussichtlich den 100. Geburtstag erleben.

Nach den von den Rostocker Wissenschaftlern ermittelten Zahlen erreichen neugeborene Frauen in Deutschland ein Alter von durchschnittlich 94,8 Jahren. Die Lebenserwartung der Männer beträgt 88,6 Jahre. „Ein Alter von 90 wird in Zukunft völlig normal“, sagt Dmitri Jdanov, verantwortlicher Wissenschaftler am Max-Planck-Institut.

90 Jahre sind völlig normal

Die Berechnungen des Instituts fußen auf Prognosen der Vereinten Nationen. Sie unterstellen, dass die aktuellen Fortschritte bei der Lebenserwartung anhalten. Die Werte sind mit Unsicherheiten behaftet.

„Wir wissen zum Beispiel nicht genau, wie sich das Rauch- und Trinkverhalten in den kommenden Jahrzehnten entwickeln wird“, sagt Jdanov.

Offen sei zudem, inwieweit die heute Geborenen von weiteren Verbesserungen bei der Gesundheitsversorgung profitieren. Dennoch: „Die heute Geborenen werden sehr wahrscheinlich im Schnitt deutlich länger leben als ihre Eltern oder Großeltern“, so Jdanov.

Große Mehrheit der 50-Jährigen wird 80

Doch auch viele Ältere können auf ein hohes Alter hoffen. So werden laut den Prognosen 81 Prozent der heute 50-jährigen Frauen ihren 80. Geburtstag feiern. Von den gleichaltrigen Männern schaffen das immerhin noch 70 Prozent. (dr)

Foto: Shutterstock

1 Kommentar

  1. Die Lebenserwartung steigt seit 1910 pro Jahr um 3 Monate und dies wird sich nur marginal verändern (vielleicht in Zukunft nur um 1-2 Monate).
    Grund ist die Fortschritte in der Medizin. Was heute noch zu futuristisch ansehen, aber in den kommenden 10-25 Jahren als normal angesehen wird, ist auch der Austausch von Organen (Herz, Lunge usw) durch genetisch gezüchteter Organe.
    Die ersten Versuche gibt es ja schon (Herz aus dem 3-D-Drucker, zwar noch zu kleine Arterien, aber es sieht erfolgversprechend aus).
    Zu utopisch klingt heute vielleicht noch das Wissen von einem Gehirn in ein neues Gehirn (das aus der eigenen DNA stammt) zu übertragen…. Aber auch dies dürfte in 100-150 Jahren möglich werden.
    „Die Zukunft ist ALT“ – ein enormer Wachstumsmarkt über alle Branchen hinweg.
    Wenn man einem 45-jährigen im Jahr 1910 erzählt hätte, dass der Durchschnitt im damaligen „Deutschen Kaiserreich“ ca. 80 wird, hätte jeder gesagt, dass man niemals so alt wird und man schon garnicht bis 55 arbeiten kann oder so lange von den Kindern versorgt werden kann.
    Ähnlich sehen heute viele, dass man nur bis 70-75 arbeiten kann.
    Das längere Leben sorgt jedoch dafür, dass man mehr eigenverantwortlich vorsorgen muss. Dazu zählt:
    1. eigene Altersvorsorge
    2. Krankenversicherungsvorsorge und Pflegezusatzversicherung, denn die gesetzlichen Krankenkassen bilden keine Altersrückstellungen und mit steigendem Durchschnittsalter explodieren die Leistungen.

    3. Die rechtliche und dokumentatorische Notfallvorsorge werden immer wichtiger.
    Hierbei sollte allerdings nicht nur ein allgemeiner Dokumentenordner oder Notfallordner genutzt werden.
    Zu allgemein und unspezifisch ist so mancher Notfallordner.

    Für viele Gruppen müssen individuelle Bereiche beachtet werden.
    Beamte sowie Freiberufler (zB Ärzte, Zahnärzte, Apotheker, Designer, Archtikten) Selbstständige (zB. Einzel- oder Personengesellschaft), Unternehmer (zB einer GmbH)
    müssen branchenspezifische und von der Unternehmensform abhängige Vorsorge berücksichtigen.
    Den http://www.notfallordner-vorsorgeordner.de gibt es im Übrigen in über 90 Spezialversionen.

    Einen Einblick gibt es auch bei
    http://www.not-fallordner.de

    Kommentar von Werner Hoffmann Notfallordner — 24. April 2019 @ 21:36

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