Keine Ahnung von Finanzen: Experten fordern Finanzbildung in der Schule

Warnung vor externen Experten

Die Verbraucherschützerin Vera Fricke rät aber zur Vorsicht. „Die Auswahl Externer, die in den Unterricht kommen, sollte vielfältig sein“, betonte die Leiterin des Teams Verbraucherbildung beim Bundesverband der Verbraucherzentralen.

„Wirtschaftsakteure haben ein Interesse für das Produkt, das sie verkaufen. Es kann nicht sein, dass ein sehr großer Teil der Lehrerfortbildungen für diese Fächer von Wirtschaftsakteuren angeboten wird. Wir wünschen uns hier mehr öffentliche unabhängige Angebote.“ Es hapere an der Ausbildung der Lehrkräfte. Externe Experten könnten die Außensicht einbringen. „Aber das sollte nicht unreflektiert übernommen werden.“

Praxisbezogene Projekte in der Schule

Der Lehrerverbandschef empfiehlt neben Besuchen externer Experten im Unterricht Projekte, um ökonomische Aspekte zu veranschaulichen. „Man kann auch Schulfeste oder ein Schülercafé organisieren und dabei lernen, wie man mit der Klasse Geld erwirtschaftet“, sagte Meidinger.

Ein Praxisteil zur Vermittlung finanzieller Bildung sei wichtig, sollte aber nicht der Kernteil sein. „Vor allem an weiterführenden Schulen geht es darum, ökonomische Zusammenhänge zu erkennen.“

Aus Sicht von Verbraucherschützerin Fricke sollten Schüler die Fallstricke kennen, die es gibt. „Sie müssen Konsumwünsche reflektieren können und wissen, von welchen Institutionen sie unabhängige Informationen bekommen“, sagte Fricke. Kinder und Jugendliche müssten auch lernen, dass sie als Verbraucher ein Teil des ökonomischen Systems seien.

 

Seite 3: Finanzbildung ist Elternsache, oder?

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