3. Januar 2019, 11:00
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Krankenversicherung: Abzocke durch Kieferorthopädie

Etwa die Hälfte aller deutschen Jugendlichen trägt eine Zahnspange, und das teils für mehrere Jahre. In der Forschung ist das schon seit längerem umstritten. Nun äußert auch die Bundesregierung erste Zweifel am Nutzen für junge Patienten.

Krankenversicherung: Abzocke durch Kieferorthopädie

Die vom Ministerium beauftragten Forscher stellen die Wirtschaftlichkeit der kieferorthopädischen Versorgung in Frage.

Aktuell existiere “keine ausreichende Evidenz für den patientenrelevanten Nutzen kieferorthopädischer Leistungen”, wie aus einem Schreiben des Gesundheitsministeriums an den Bundestag hervorgeht, welches der “Bild” vorliegt.

Da jährlich über 1,1 Milliarden Euro der gesetzlichen Krankenversicherung für kieferorthopädische Behandlungen ausgegeben werden vermutet das Blatt, dass diese hauptsächlich dem Geldbeutel der Ärzte nutzen.

Nutzen der Behandlungen nicht bewiesen

Häufig müssen Jugendliche oder ihre Eltern über 1.000 Euro für die Zahnspange zunächst aus dem eigenen Geldbeutel zahlen. Deshalb hatte der Bundesrechnungshof schon im vergangenen April auf mögliche Abzocke in diesem Bereich aufmerksam gemacht.

Der Hauptvorwurf damals: Keine einzige medizinische Studie beweise den Nutzen dieser Behandlungen. Daraufhin beauftragte Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) laut “Bild” das Berliner Forschungsinstitut IGES mit einem Gutachten.

Seite zwei: Die Ergebnisse des Gutachtens

Weiter lesen: 1 2

Ihre Meinung



 

Versicherungen

DIA: Rentenkommission steht mit leeren Händen da

„Aufgabe nicht erfüllt. Dieses knappe Fazit müsste die Rentenkommission heute bei der Vorstellung ihrer Ergebnisse ziehen, wenn sie ehrlich wäre“, erklärte Klaus Morgenstern, Sprecher des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA).

mehr ...

Immobilien

Wichtige Schutzmaßnahmen für Kleinvermieter und kleine Immobilienunternehmen fehlen noch

„Die Kündigungsschutzmaßnahmen für Mieter sind wichtig und richtig. Gleichwohl darf die Rettung der Mieter nicht bei den Vermietern abgeladen werden. Der Kleinvermieterschutz kommt derzeit zu kurz. Private Kleinvermieter dürfen nicht zu den großen Verlierern der Hilfsmaßnahmen in der Corona-Krise werden.“ Das sagt Jürgen Michael Schick, Präsident des Immobilienverbandes Deutschland IVD, heute nach der Verabschiedung des umfangreichen Corona-Hilfspakets im Bundesrat.

mehr ...

Investmentfonds

Banken werden die Rezession besser meistern, als vom Markt erwartet

Ein Kommentar von Sebastian Angerer und Ivor Schucking, Research Analysts bei der Legg-Mason-Boutique Western Asset Management, zu den Perspektiven der Banken bei einem Konjunktureinbruch.

mehr ...

Berater

AfW bietet Übersicht zu Corona-Fördermitteln

Die Bundesregierung hat ein umfangreiches Hilfspaket für Unternehmer zusammengestellt, um die Folgen der Coronakrise zumindest abzumildern. Der AfW Bundesverband Finanzdienstleistung gibt nun allen Vermittlern eine Übersicht über mögliche Fördermöglichkeiten.

mehr ...

Sachwertanlagen

Lloyd Fonds beendet weiteren Holland-Fonds mit Gesamtüberschuss

Die Lloyd Fonds Gruppe hat im März 2020 ein Fondsobjekt in Utrecht an einen französischen institutionellen Investor verkauft. Das teilt das Unternehmen anlässlich der Vorlage des Geschäftsberichts 2019 mit. Die BaFin erteilte zudem eine weitere KWG-Zulassung. Die Hauptversammlung wird wegen Corona verschoben.

mehr ...

Recht

EuGH: Widerrufsrecht im Darlehensvertrag muss klar formuliert sein

Darlehensverträge müssen klare und für Verbraucher verständliche Hinweise auf den Beginn von Widerspruchsfristen enthalten. Dies hat der Europäische Gerichtshof am Donnerstag zu einem Fall aus Deutschland klargestellt (Rechtssache C-66/19).

mehr ...