17. Juni 2019, 10:10
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Ostangler Brandgilde bietet ab sofort Cyberversicherung

Immer mehr Unternehmen sind für Cyber-Risiken sensibilisiert. Die Suchanfragen nach Cyberversicherungen bei Google stiegen in den vergangenen Monaten signifikant. Dennoch stehen diese Versicherungen zum Teil in der Kritik, da viele Versicherer noch an ihren Risikomodellen arbeiten und die tatsächlichen Cyber-Gefahren sowie deren Auswirkungen schwer einschätz- und bezifferbar sind.

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Die Ostangler Brandgilde zeigt, dass Cyber-Risiken versicherbar sind – und dies auf einfache Weise. Das Unternehmen bietet eine Cyberversicherung an, die den Cyber-Krisenfall sicher managt und den entstandenen finanziellen Schaden reguliert. Entgegen branchenüblicher Vorgehensweisen müssen vom Versicherungsnehmer beim Abschluss nur wenige Risikoanfragen beantwortet werden.

Ostangler Brandgilde ist ein Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit (VVaG). Jens-Uwe Rohwer, Vorstandsvorsitzender bei Ostangler Brandgilde, erklärt: „Mit der Digitalisierung wächst das Cyber-Risiko für Unternehmen. Eine Cyberversicherung sehen wir in Zeiten des digitalen Wandels wie die Feuerversicherung des 21. Jahrhunderts.“

Was genau sichert die Cyberversicherung ab?

Die Cyberversicherung der Ostangler Brandgilde stellt eine Absicherung gegen die Gefahren aus der Nutzung von IT-Systemen dar. Sie deckt Risiken wie Eigen- und Drittschäden, die aus der Verwendung von gestohlenen Zugriffsinformationen oder der Ausnutzung technischer System- und Sicherheitsschwächen hervorgerufen werden, ab.

Auch die Kosten für die Betriebsunterbrechung durch einen Cyber-Vorfall können durch die Cyberversicherung reguliert werden. Die versicherten finanziellen Belastungen reichen von Kosten für ein proaktives Krisenmanagement, Computer-Forensik, Rechtsberatung, PR-Maßnahmen, Call-Center, behördliche Verfahren, Benachrichtigung von Betroffenen bis hin zu Kosten im Zusammenhang mit Kreditkartendatenverlusten und Kosten eines IT-Dienstleisters bei Cyber-Erpressung.

Es geht um mehr als die Absicherung von Schäden

Jens-Uwe Rohwer erklärt: „Eine Cyberversicherung ist mehr als eine reine Schadensversicherung. Bei einem Cyber-Vorfall bietet sie Unternehmen etliche Serviceleistungen. Legt beispielsweise ein Virus die IT lahm, kann die Existenz des Unternehmens gefährdet sein. Dann muss schnell gehandelt werden. Da in kleineren Betrieben aber oftmals das Know-how und/oder die technischen Mittel fehlen, übernehmen unsere Spezialisten das Ruder.“

Bei einem Cyber-Vorfall leitet Ostangler gezielte Sofortmaßnahmen ein, die eine Ausweitung des Schadens verhindern sollen. Der Versicherte kann den Schaden über eine 24/7-Hotline rund um die Uhr melden. Der Geschädigte erfährt umgehend Unterstützung durch Sachverständige vor Ort und ein Krisenmanagement. Auch die IT-Forensik wird von Ostangler gestellt. EDV-Spezialisten analysieren den Vorgang und leiten alle notwendigen Maßnahmen zur schnellstmöglichen Fehlerbehebung ein – von der Rettung der Datenordnung bis hin zur Wiederherstellung von Systemen.

Welche Vorteile bietet die Cyberversicherung von Ostangler?

Die Versicherung ist trotz umfangreicher Leistungen im unteren Preissegment angesiedelt. Ostangler Brandgilde versichert mit umgekehrter Beweislast. Dies bedeutet, dass es dem Versicherer obliegt, bei einer Anspruchsstellung des Versicherungsnehmers zu beweisen, dass kein Schaden vorliegt. Die vom potenziellen Versicherungsnehmer abzugebende Risikoerklärung ist deutlich einfacher und unkomplizierter gehalten als branchenüblich. Der potenzielle Versicherungsnehmer muss sich vor Vertragsabschluss nur einem kurzen Risiko-Check unterziehen.

„Wir möchten im Markt deutlich machen, dass Cyber-Versicherungen umsetzbar sind. Auch, wenn dies ein herausforderndes Terrain für Versicherer ist, so ist es mit zunehmender Erfahrung und Experten händelbar. Und für Unternehmen sollte es mittelfristig keine Kür, sondern eine Pflicht darstellen, sich entsprechend abzusichern“, sagt Jens-Uwe Rohwer.

 

Foto: Shutterstock / Ostangler Brandgilde

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