17. Mai 2019, 11:59
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Urteil: Nur Auslands-Krankenschutz hilft bei hohen Kosten

Ein aktuelles Urteil des Sozialgerichtes Gießen zeigt einmal mehr, warum auch bei Reisen in Länder, mit denen Deutschland ein Sozialversicherungsabkommen hat, ein Auslandsreise-Krankenschutz abgeschlossen werden sollte. Denn die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen bei Krankheit oder Unfall im Urlaub meist nur einen Bruchteil der Kosten.

 

Urteil: Nur Auslands-Krankenschutz hilft bei hohen Kosten

Das Urteil des Sozialgerichts Gießen zeigt einmal mehr, warum eine Auslandsreisekrankenversicherung sinnvoll ist.

 

Der gerade bekannt gewordene Fall einer deutschen Seniorin (Sozialgericht Gießen, Urteil vom 12.03.2019, Az.: S 7 KR 261/17, rechtskräftig.), die im Türkeiurlaub eine Herzattacke erlitt und für die Behandlung vor Ort Kosten in Höhe von 13.000 Euro in Rechnung gestellt bekam, zeigt deutlich, dass es sich lohnt, den eigenen Versicherungsschutz vor der Urlaubsreise zu überprüfen.

Denn wer ohne zusätzlichen Auslandskrankenschutz Ferien macht, riskiert damit hohe Kosten. Der Grund dafür ist, dass die gesetzliche Krankenversicherung im Falle einer medizinischen Behandlung im Urlaub oder gar eines Rücktransports nach Deutschland die entstandenen Kosten meist nicht oder nur teilweise übernimmt.

Eine zusätzlich abgeschlossene Auslandsreise-Krankenversicherung dient der Absicherung dieser Kosten und hilft im Schadensfall bares Geld zu sparen. Stand der Dinge ist, dass die deutschen gesetzlichen Krankenkassen innerhalb der Europäischen Union sowie in Ländern, mit denen Deutschland ein Sozialversicherungsabkommen hat – dazu gehört auch die Türkei – einen Teil der Behandlungskosten übernehmen.

Der vor Ort übliche Eigenanteil variiert jedoch stark in Abhängigkeit von Land, Behandlungsart und -ort und er ist selbst zu tragen. Die im Türkeiurlaub erkrankte Seniorin, wurde nach ihrer Herzattacke bewusstlos in eine Privatklinik eingeliefert und bekam dort einen Herzschrittmacher eingesetzt. Von der Rechnung in Höhe von 13.000 Euro übernahm ihre gesetzliche Krankenkasse am Ende nur rund 1.250 Euro.

 

Seite 2: Nur 100 Euro statt 11.750

Weiter lesen: 1 2

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Sicherung der Renten hat für Deutsche oberste Priorität

Die Allianz hat in Deutschland, Italien und Frankreich für eine repräsentative Stichprobe 1.000 Menschen zur ihrer Einstellung zu Politik, Wirtschaft und persönlichen Zielen befragt. Das Ergebnis: An oberste Stelle steht für die Menschen die soziale Frage.

mehr ...

Immobilien

Vermietete Immobilien: Solange dauert es bis zur Schwarzen Null

Zuletzt benötigten Vermieter in den 20 größten deutschen Städten zwischen 18 und 29 Jahren, um den Kaufpreis einer Mietwohnung wieder reinzuholen. Das berechneten die Kreditexperten von Kreditvergleich.net jetzt auf Basis der städtischen Mietpreisspiegel sowie der Immobilienpreisentwicklung.

mehr ...

Investmentfonds

Aktienfonds sind bei Firmenkunden besonders beliebt

Eine Analyse von Firmenkundendepots bei der European Bank for Financial Services GmbH (Ebase) liefert interessante Einblicke in das Anlageverhalten der Unternehmen. Es zeigt sich ein Übergewicht bei breit gestreuten, weltweit anlegenden Aktienfonds, zudem befinden sich unter den beliebtesten Fonds der Firmenkunden auffällig viele Mischfonds. 

mehr ...

Berater

Neuer Ärger für Deutsche Bank

Die Deutsche Bank sieht sich mit neuen Vorwürfen zu früheren Geschäften in China konfrontiert. In den Jahren 2002 bis 2014 soll sich Deutschlands größtes Geldhaus mit Hilfe von Geschenken und Gefälligkeiten Zugang zu führenden Politikern und Managern in China verschafft haben, berichten “Süddeutsche Zeitung”, WDR und “New York Times” unter Berufung auf eine Auswertung von bankinternen Unterlagen.

mehr ...

Sachwertanlagen

BTC-Echo: BaFin löscht ihre eigene Warnung

Die Finanzaufsicht BaFin hat die Meldung zu dem “begründeten Verdacht”, die BTC-Echo GmbH biete ein Wertpapier in Form eines “Security Token” ohne einen (erforderlichen) Prospekt öffentlich an, wieder von ihrer Website genommen.

mehr ...

Recht

Roland: Die Wahrheit über die häufigsten Rechtsirrtümer

Eric Schriddels, Partneranwalt der Roland Rechtsschutz-Versicherungs-AG von der Kanzlei Kaiser und Kollegen, klärt in einer aktuellen Presse-Information des Versicherers über die häufigsten Rechtsirrtümer auf. Welche das sind, lesen Sie hier.

mehr ...