21. Februar 2020, 06:35
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Allianz legt Zahlen vor und treibt Digitalisierung voran

Dem Versicherungskonzern Allianz bleibt keine Zeit zum Durchatmen. Der europäische Branchenprimus hat wie andere Versicherer wegen der verschärften Niedrigzinsen zu kämpfen. Damit sich der Dax-Konzern im Wettbewerb behaupten kann, treibt Vorstandschef Oliver Bäte auch die Digitalisierung voran. Wenn die Allianz an diesem Freitag ihre Geschäftszahlen für 2019 vorlegt, wird sich zeigen, wie teuer die Sanierung den Konzern kam.

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Nach dem Umbau der Lebensversicherung und der Vermögensverwaltung Pimco hat Allianz-Chef Bäte seit 2018 die Sachversicherung des Konzerns in den Fokus gestellt. Die Schaden- und Unfallversicherung, die noch immer den Löwenanteil zum operativen Gewinn beisteuert, soll digitaler, schlanker und einfacher werden. Dadurch soll die Allianz ihr Geschäft wieder ausweiten – ohne dass dies zulasten der Gewinne geht. Auch das Sorgenkind Industrieversicherung packt Bäte an.

Naturkatastrophen wie Taifun “Hagibis” in Japan oder die Waldbrände in Kalifornien und Australien könnten am Gewinn gezehrt haben. Allerdings hat sich die Allianz mit Blick auf Naturkatastrophen widerstandsfähiger aufgestellt. Für das abgelaufene Jahr hatte sich der Vorstand einen operativen Gewinn bis zu 12 Milliarden Euro zum Ziel gesetzt.

Für Aktionäre der Allianz hat sich die Anlage in den vergangenen Jahren ausgezahlt. Wer vor drei oder vor fünf Jahren eingestiegen ist, hat den Wert seiner Investition ohne zwischenzeitliche Dividenden um rund 40 oder gar fast 60 Prozent vergrößert.

Kurz vor Bekanntgabe seiner Jahresbilanz bläst Europas größter Versicherer Allianz <DE0008404005> zu einem weiteren Aktienrückkauf. Bis zum Jahresende will der Dax-Konzern eigene Aktien im Wert von bis zu 1,5 Milliarden Euro am Markt erwerben, wie das Unternehmen am Donnerstagabend in München mitteilte. Die Allianz hat seit 2017 bereits rund 7,5 Milliarden Euro in den Rückkauf eigener Papiere gesteckt. Der Vorstand hatte sich zu dieser Strategie bekannt für den Fall, dass der Konzern überschüssiges Kapital nicht für den Geschäftsausbau oder den Kauf anderer Unternehmen bentöigt. (dpa-AFX)

Foto: picture-alliance

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