Die besten Privaten Krankenversicherer

Der map-report legt sein 20. PKV-Rating vor. Untersucht wurden Bilanzdaten und Servicekennzahlen der Jahre 2014 bis 2018 sowie die Bestandsbeiträge im Zeitraum 2000 bis 2020. Die Debeka erreicht wie im Vorjahr die beste Bewertung. Vom grassierenden Coronavirus ist die Branche nach bisherigem Informationstand nicht nachhaltig betroffen.   

Die Auswahl eines privaten Krankenversicherers muss gut überlegt sein. Nicht selten ist sie eine Entscheidung fürs Leben. Dem Anbietervergleich von Krankenvollversicherungen kommt deshalb große Bedeutung zu. Dieser Aufgabe stellt sich der map-report seit mittlerweile 20 Jahren. Aber nicht jedes „hervorragend“ oder „sehr gut“ bewertete Unternehmen bietet für jeden Kunden die beste Lösung. Denn eine Krankenvollversicherung erfordert Maßarbeit und akribische Beratung. Die „beste Krankenversicherung“ gibt es nicht, sondern nur den jeweils am besten geeigneten Tarif eines leistungsfähigen Versicherers.

In aller Munde

Zum momentanen Top-Thema „Coronavirus“ müssen sich die Versicherten zumindest in finanzieller Hinsicht nach jetzigem Informationsstand nicht allzu sehr sorgen.  Zwar steigt die Zahl der an „COVID-19“ Erkrankten in Deutschland täglich und das Robert Koch-Institut (RKI) schätzt die Gefährdung für die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland Stand Mitte März als „hoch“ ein. Doch für unvorhersehbare Ereignisse wie die derzeitige Corona-Pandemie ist in der PKV-Kalkulation ein Sicherheitszuschlag von mindestens 5 % vorhanden, der nicht bereits in anderen Rechnungsgrundlagen enthalten sein darf. Und auch im Rahmen der Solvency II-Berichterstattung wird in verschiedenen Stresstests die finanzielle Risikotragfähigkeit infolge schwerer Pandemien einkalkuliert.

Nach Aussage des PKV-Verbands wirken sich solche Epidemien nach den bisherigen Erfahrungen, etwa mit der Vogelgrippe oder mit SARS, aber auch mit großen und schweren Grippewellen früherer Jahre, kaum auf die Beiträge in der Privaten Krankenversicherung aus.

Bisher gibt es beinahe täglich neue und gleichzeitig wenig positive Erkenntnisse zur aktuellen Pandemie. Umso wichtiger ist es, aus seriösen Quellen auf dem aktuellen Stand der Dinge zu bleiben. Aktuelle Informationen für Privatversicherte gibt es beispielsweise vom Branchenverband unter www.pkv.de

Umfangreiche Faktensammlung

Der map-report hat sich zum Ziel gesetzt, Beratern und Verbrauchern eine verlässliche Faktensammlung zur eigenständigen Meinungsbildung an die Hand zu geben. Dafür untersucht er die Anbieter von Krankenvollversicherungen (substitutive Krankenversicherung) in den Bereichen Bilanz, Service sowie Vertrag nach klar definierten Kriterien. Jedem Kriterium ist eine maximal erreichbare Punktzahl zugeordnet. 12 Gesellschaften mit 45 Prozent Marktanteil (verdiente Beiträge) lieferten in diesem Jahr die für das Rating erforderlichen Daten. Zu den weiteren 18 Gesellschaften, die keine Antworten beigesteuert haben, hat der map-report nur die öffentlich zugänglichen Bilanzkennzahlen ausgewertet.

Reinhardt Klages, Chefredakteur des map-report, bedauert die Zurückhaltung vieler Versicherer: „In den vergangenen 20 Jahres dürfte klar geworden sein, dass wir Befürworter der privaten Krankenversicherer sind – nicht trotz, sondern gerade wegen unserer kritischen Berichterstattung. Wir zeigen, was einen guten PKV-Versicherer ausmacht und legen sämtliche Bewertungskriterien samt Werteskala offen. Doch die Transparenz hat auch ihre Schattenseiten. Denn jeder Versicherer kann bereits vor der Datenlieferung einschätzen, ob seine Leistungen für eine gute Bewertung reichen würden. Da sinkt schon mal die Motivation zur Teilnahme.“

Seite zwei: Die Ranking-Ergebnisse im Überblick

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