Halbjahresbilanz: „Bernd“ treibt Schäden bei der R+V auf 387 Millionen Euro

Weitgehend zerstört und überflutet ist das Dorf Insul in Rheinland-Pfalz nach massiven Regenfällen und dem Hochwasser der Ahr.

Die Unwetterserien der vergangenen Wochen schlagen bei der R+V Versicherung voll zu Buche. Allein im Juni verursachten die Sturmtiefs Peter, Wolfgang, Xero und Co. 41.000 Einzelschäden mit einer Schadensumme von 154 Millionen Euro. Nach Unwettertief "Bernd" wurden bis dato 9.545 Schäden in Höhe von 167 Millionen Euro gemeldet. Insgesamt verbuchte die R+V für das laufende Jahr 82.000 Elementarschäden in Höhe von knapp 387 Millionen Euro.

Die Unwetterserie der vergangenen Wochen erreichen ungeheure Ausmaße und schlagen bei der R+V Versicherung mit steigenden Schäden zu Buche. Allein im Juni verursachten die Sturmtiefs Peter, Wolfgang, Xero und Co. 41.000 Einzelschäden mit einer Schadensumme von 154 Millionen Euro. Bisher 9.545 Schäden in Höhe von 167 Millionen Euro wurden nach dem jüngsten Unwettertief Bernd gemeldet.

Insgesamt verbuchte die R+V für das laufende Jahr 82.000 Elementarschäden in Höhe von knapp 387 Millionen Euro. Auf der Beitragsseite führen die anziehende Wirtschaft und ein nach Corona erhöhter Absicherungsbedarf bei den Kunden im 1. Halbjahr 2021 zu weiteren Zuwächsen.

Neue Größenordnung in der einhundertjährigen Geschichte

Für das Gesamtjahr 2021 geht der R+V-Vorstandsvorsitzende Norbert Rollinger davon aus, dass die Elementarschäden eine neue Größenordnung erreichen werden, wie sie die R+V Versicherung in ihrer fast einhundertjährigen Geschichte noch nicht erlebt hat. „Wir beobachten seit einigen Jahren, dass Unwetter an Häufigkeit und Stärke zunehmen“, sagt Rollinger.

„Vor allem regional auftretende kräftige Unwetter mit Starkregen, Sturm und Hagel richteten bei unseren Kunden besonders in den letzten Wochen verheerende Schäden an, die uns sehr betroffen machen.“ Derzeit seinen alle verfügbaren Mitarbeiter aus dem gesamten Bundesgebiet in den Krisengebieten im Einsatz.

Positive Halbjahresbilanz bei den Beiträgen

Die Beitragseinnahmen im Erstversicherungsgeschäft wuchsen gegenüber dem Vorjahreszeitraum im 1. Halbjahr 2021 um 4,4 Prozent auf mehr als neun Milliarden Euro.

Die Gründe hierfür sieht der Versicherer in den gute Konjunkturaussichten und einem stabilen Arbeitsmarkt, der die Konsumlaune beflügelt. Hinzu kommt, dass die Corona-Pandemie das Bewusstsein der Kunden für Gesundheit, Absicherung und Vorsorge geschärft hat. „Das schlug sich bei der R+V in allen Sparten positiv nieder“, so Rollinger.

Für das Gesamtjahr 2021 peilt Rollinger ein leichtes Wachstum an. Rückenwind erwartet der Versicherer auch aus dem gemeinsamen Projekt „CareFlex Chemie“ und dem dort angebotenen bKV-Pflegetarif. Roll-out für den bKV-Pflegetarif in der Chemiebranche war der 1. Juli 2021.

Starkes Neugeschäft

Ein positives Zwischenfazit zieht der Versicherer zudem aus der Umstellung des Produktportfolios in der R+V Lebens- und Pensionsversicherung hin zu deutlich kapitalmarktorientierteren Angebote. “ Das hat sich bewährt“, so Rolliger.

Das Neugeschäft legte um 8,1 Prozent auf rund 2,9 Milliarden Euro zu. Besonders stark fragten die Kunden die fondsgebundenen Produkte nach. Diese verzeichneten im Neugeschäft ein Plus von 41,8 Prozent auf 443 Millionen Euro.

Bei den Neuen Garantien ist die junge R+V-AnlageKombi Safe+Smart weiterhin der Renner. Nach Angaben des Versicherer vervierfachte sich dort der Neugeschäftsbeitrag gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 375 Millionen Euro.

Die gebuchten Beiträge im Geschäftsfeld Lebens- und Pensionsversicherung stiegen in den ersten sechs Monaten dieses Jahres um 4,8 Prozent auf 4,5 Milliarden Euro.

Erfolgreiches erstes Halbjahr auch für die R+V Krankenversicherung: Die Beitragseinnahmen kletterten um fast acht Prozent auf 364 Millionen Euro. Sie legte sowohl bei den Vollversicherten (plus 2,7 Prozent) als auch bei den Zusatzversicherten (plus 3,6 Prozent) zu und zählte per 30. Juni 2021 mehr als 1,2 Millionen Versicherte. Auch die betriebliche Krankenversicherung verzeichnete im zurückliegenden Halbjahr eine hohe Nachfrage. Zahlen nannte der Versicherer hier allerdings nicht.

Kfz-Bestand: Rund fünf Millionen versicherte Fahrzeuge

In der Schaden-/Unfallversicherung erzielte die R+V Versicherung in der ersten Jahreshälfte einen Beitragszuwachs von 3,7 Prozent auf 4,3 Milliarden Euro. Die Kraftfahrtversicherung steuerte hier 1,9 Milliarden Euro bei. Das Plus lag Unternehmensangaben zufolgen bei 2,5 Prozent.

Die Kfz-Versicherung sei mit fast fünf Millionen versicherten Fahrzeugen nun der drittgrößte Anbieter am deutschen Markt, betont die R+V. Innerhalb eines Jahres habe man einen Bestandszuwachs von 142.000 verzeichnet. Davon 44.000 Fahrzeuge seit Jahresbeginn.

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