Marktanteile: Jede fünfte Police geht an die Allianz

Foto: Assekurata
Dr. Reiner Will

Die Allianz dominiert deutlich den deutschen Versicherungsmarkt. Im Schnitt geht jede fünfte Versicherung an den stilisierten blauen Adler. Doch still und leise hat sich die R+V-Versicherungsgruppe auf Rang drei geschoben. Das zeigt das aktuelle Marktanteile-Ranking des Kölner Institut für Versicherungsinformation und Wirtschaftsdienste, kurz KIVI.

Unverändert führt nach Gesamt-Bruttoprämieneinnahmen auf Konzern-
ebene mit deutlichem Abstand die Allianz-Gruppe mit einem Marktanteil
von 19,75 Prozent das Feld an. Obwohl der Versicherer mit dem stilisierten Adler 67 Basispunkte gegenüber dem Vorjahr verloren hat, geht im Schnitt immer noch jede fünfte Versicherung an die Allianz.

Mit deutlichen Abstand folgt dann die Gruppe der öffentlich-rechtlichen Versicherer. Der Verbund zu dem unter anderem die Sparkassenversicherung, die Provinzial und die Versicherungskammer Bayern gehören, vereint 10,44 Prozent des Marktes auf sich.

R+V überzeugt im Markt

Unter den Verfolgern kam es 2020 zu einer wesentlichen Veränderung: Die R+V verbuchte ein Plus von 50 Basispunkten und schaffte einen deutlichen Sprung s vom fünften auf den dritten Platz mit 6,35 Prozent Marktanteil. Sie nd verwies die Generali (6,06 Prozent) auf Platz vier und die Ergo auf den fünften Platz (5,6 Prozent). Die Munich Re-Tochter musste ebenfalls Rückgänge im zweitstelligen Bereiche verbuchen.

Dagegen kommti die Debebka auf ein Plus von zehn Basispunkten, was ihr Rang sechs im neuen Ranking einbringt. Die Talanx-Gruppe nimmt unverändert zum Vorjahr Platz acht ein, verliert aber 23 Basispunkte.

Auch die Zurich verzeichnet einen Marktanteilsverlust und zwar in Höhe von zwölf Basispunkten, während die HanseMerkur auf Platz 21 um beachtliche zwölf Basispunkte von 0,98 Prozent auf 1,10 Prozent wächst.

„Bei näherer Betrachtung ist der wesentliche Treiber für die Mehrzahl dieser Veränderungen das Lebensversicherungsgeschäft und dort wiederum der Appetit der Gesellschaften auf Einmalprämien“, sagt KIVI Geschäftsführer Dr. Reiner Will. Die damit vereinnahmten Prämien und Marktanteile haben von Natur aus eine höhere Volatilität als laufende Prämieneinnahmen.

Das KIVI analysiert den Versicherungsmarkt auf Grundlage der Geschäftsberichte der Versicherunternehmen. Die Untersuchung erfolgt dabei sowohl auf Spartenebene wie auch auf der Ebene der Versicherungsgruppen/-konzerne. Erfasst werden dabei Versicherer mit einem Prämienumsatz von über 50 Millionen Euro. Nach Angaben des KIVI sind dies insgesamt 264 Gesellschaften (147 Schaden-/Unfall-, 81 Lebens- und 36 Krankenversicherungsunternehmen).

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