Münchener Verein übertrifft „Best-Case“-Planungen: Rekordzugang mit 244.000 Neukunden

Foto: Münchener Verein
Dr. Rainer Reitzler, Münchener Verein-CEO

Trotz der Corona-Pandemie läuft das Versicherungsgeschäft beim Münchener Verein sehr gut. Das zeigt die neue Bilanz. 244.000 Neukunden bedeuten den höchsten Zuwachs in der Unternehmensgeschichte. Die Beitragseinnahmen stiegen auf 777,2 Millionen Euro. Zudem investiert der Versicherer in den Münchener Büroimmobilienmarkt.

Die Münchener Verein Versicherungsgruppe konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr mit 244.000 Personen in der Krankenversicherung so viele Neukunden wie noch nie in ihrer nahezu 100-jährigen Geschichte von ihrem Angebot überzeugen.

Die Beitragseinnahmen der Gruppe sind auf 777,2 Millionen Euro (2019: 747,0 Millionen Euro) und im Vergleich zum Markt um 1,6 Prozent-Punkte stärker gestiegen. Die Gesellschaften der Münchener Verein Versicherungsgruppe haben ihr kumuliertes Eigenkapital im Geschäftsjahr 2020 um 3,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf 353,3 Millionen Euro erhöht.

Die Kapitalanlagen sind um 2,9 Prozent auf 7,44 Milliarden Euro gewachsen. Zudem hat der Versicherer das Impact Portfolio, mit dem gezielt in Geschäftsmodelle investiert wird, die neben einer risikogerechten Verzinsung auch einen positiven Beitrag zur Erreichung der Klimaziele sicherstellen, weiter ausgebaut.

Höchste Bedeckungsquote im Markt

Die Krankenversicherung erreichte bei den Beitragseinnahmen eine Summe von 566,8 Millionen Euro (plus 4,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr). Im Vergleich zum 31. Dezember 2019 konnte die Solvency-II-Quote von 834 Prozent auf nun 1.047 Prozent wieder deutlich gesteigert werden.

Das ist die höchste Bedeckungsquote im deutschen Markt und unterstreicht, dass sich die Kunden auch in schwierigen Zeiten auf den Münchener Verein verlassen können. Als Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit lässt der Münchener Verein den Großteil der Überschüsse seinen Kunden zukommen.

Krankenzusatz ist der Wachstumstreiber

Auch 2020 ging mit 94,3 Prozent ein besonders hoher Anteil des Rohergebnisses in die Rückstellung für Beitragsrückerstattung beziehungsweise direkt in die Altersrückstellung der Kunden. „Wachstumstreiber in der KV waren die Krankenzusatztarife. Im Markt großartig angenommen wurden auch unsere neuen ZahnGesund-Kompakttarife“, unterstreicht Dr. Reitzler.

Die Lebensversicherung hat ihre Beitragseinnahmen auf 155,3 Millionen Euro gesteigert. Mit über 50 Prozent hatte das strategische Geschäftsfeld der betrieblichen Altersversorgung (bAV) den größten Anteil am Neugeschäft.

Ebenfalls sehr positiv entwickelte sich das strategische Geschäftsfeld der fondsgebundenen Versicherungen. Das Neugeschäft an Fondsprodukten in 2020 konnte um 12 Prozent gesteigert werden. Für seine ETF-Strategie in der fondsgebundenen Lebensversicherung erhielt der Münchener Verein vom Handelsblatt die höchste Bewertung und eine Auszeichnung.

Trotz BSV: Combined Ratio auf Rekordtief

In der Allgemeinen Versicherung sanken die Beitragseinnahmen minimal um 1,1 Prozent auf 55,1 Millionen Euro. Aufgrund der positiven Schadenentwicklung hat die Sparte im Geschäftsjahr 2020 ein sehr gutes versicherungstechnisches Ergebnis von 6,3 Millionen Euro erzielt. Obwohl der Münchener Verein in der Betriebsschließungsversicherung ohne Wenn und Aber geleistet hat, bewegte sich die Combined Ratio auf einem Rekordtief.

„Wir sind sehr gut und stark durch das Pandemiejahr 2020 gekommen“, betont Dr. Rainer Reitzler, CEO der Münchener Verein Versicherungsgruppe. „Mit unserem Wachstum übertreffen wir sogar unsere eigenen ‘Best Case‘-Planungen. Dank unserer sehr engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter läuft unser Geschäftsbetrieb reibungslos. Auch unsere seit Jahren immer wieder mit Preisen ausgezeichnete Service-Power ist trotz der Pandemie auf höchstem Niveau gesichert, wie die erneute Verleihung vieler Auszeichnungen verdeutlicht hat.“

In das Jahr 2021 ist der Versicherer nach Reitzlers Aussagen sehr gut gestartet. Man habe bis Ende Juni das Neugeschäft nochmals steigern können. Zahlen nannte der Versicherer allerdings nicht.

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