Munich Re übertrifft Erwartungen und sieht sich auf Weg zum Jahresziel

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Analysten zeigten sich beeindruckt, wie stark der weltgrößte Rückversicherer die durchschnittliche Erwartung am Markt übertroffen habe.

Der Rückversicherer Munich Re hat im zweiten Quartal deutlich besser abgeschnitten als erwartet. Das Unternehmen begründete dies am Dienstag bei der Vorlage vorläufiger Zahlen mit vergleichsweise niedrigen Schäden aus Naturkatastrophen.

Bei dem zu Munich Re gehören Erstversicherer Ergo habe es zudem nur geringfügige Auswirkungen aus Covid-19 gegeben. Operativ entwickelte sich das Ergebnis in allen Geschäftsfeldern erfreulich, wie der Konzern in München mitteilte.

Im Quartal verbuchte der Dax-Konzern ein vorläufiges Nettoergebnis von 1,1 Milliarden Euro und übertraf die Erwartungen der Analysten von im Schnitt 808 Millionen Euro deutlich. Daher sieht sich Munich Re auf gutem Weg zu seinem Jahresziel von 2,8 Milliarden Euro Gewinn. Insgesamt summiert sich der Gewinn im ersten Halbjahr damit auf 1,7 Milliarden Euro. Die endgültigen Zahlen für die erste Jahreshälfte will Munich Re am 10. August vorlegen.

Der Aktie gaben die Nachrichten Auftrieb. Das Papier des Rückversicherers schüttelte seine Verluste ab und schloss um 1,7 Prozent höher auf 220,45 Euro. Damit avancierte es zu den Favoriten im Dax. Analysten zeigten sich beeindruckt, wie stark der weltgrößte Rückversicherer die durchschnittliche Erwartung am Markt übertroffen habe. Mehr als 30 Prozent seien das, lobte RBC-Analyst Kamran Hossain.

Über Monate seien die Schäden durch Naturkatastrophen verhalten gewesen, konstatierte Jefferies-Analyst Analyst Philip Kett. Stürme in Zentraleuropa im Juni hätten an diesem Bild nicht viel geändert. (dpa-AFX)

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