Kfz-Versicherung: Ab der Rente wird es teuer

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Senioren fahren weniger und vorsichtiger. Dennoch: Die Kosten für die Kfz-Versicherung steigen für sie im Alter deutlich.

Der Beitrag für eine Kfz-Versicherung steigt mit der Rente deutlich an. Beispielberechnungen über alle Kfz-Versicherungstarife bei Check24 zeigen, dass Fahrzeughalterinnen und -halter mit steigendem Alter deutlich mehr für ihre Versicherung zahlen müssen – bei sonst gleichen Tarifmerkmalen.

So zahlen 65-Jährige zahlen für eine Kfz-Haftpflichtversicherung im Schnitt bereits 17 Prozent mehr als 50-Jährige. Deutlich tiefer müssen 75-Jährige ins Portemonnaie greifen. Sie zahlen laut Check24 im Schnitt 81 Prozent mehr. Bei 85-Jährigen steigt der Preis für die Kfz-Haftpflicht dann sogar auf das Zweieinhalbfache, also 155 Prozent.

Gerade in der Haftpflicht ist der Preisanstieg besonders, drastisch, wie der Vergleich des Online-Portals zeigt. Etwas geringer fallen die Preissteigerungen in der Vollkasko-Versicherung aus. In der Teilkasko ist sind die Anstiege am geringsten.

Problem für die Seniorinnen und Senioren: Die steigenden Beiträge der Kfz-Versicherung im Alter werden erst durch Beispielberechnungen mit konstanten Schadenfreiheitsrabatten sichtbar. Meist fällt der Beitrag niedriger aus, da Versicherer für viele unfallfreie Jahre deutliche Rabatte gewähren, die Jüngere nicht erreichen. Auch andere Merkmale, wie eine geringere Fahrleistung, senken die Beiträge.

„Seniorinnen und Senioren sollten unbedingt verschiedene Tarife vergleichen, da sich die Altersaufschläge je nach Kfz-Versicherung deutlich unterscheiden“, sagt Dr. Rainer Klipp, Geschäftsführer Kfz-Versicherungen bei Check24. „Im günstigsten Fall zahlen Versicherungsnehmer mit 75 Jahren für ihren Haftpflichtschutz rund 26 Prozent mehr als 50-Jährige, im teuersten Fall kostet die Kfz-Versicherung 140 Prozent mehr.“  

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