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12. Juli 2012, 12:15
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Wie transparent muss ein Finanzprodukt sein?

Laut der „Trendstudie Versicherungsvertrieb“ des Kölner Marktforschungsinstituts Heute und Morgen herrscht große Einigkeit unter den Marktteilnehmern hinsichtlich der zentralen Bedeutung des Themas Produkttransparenz, denn das Vertrauen der Kunden lässt sich nur über Offenheit zurückgewinnen.

Produkt-TransparenzDer „Trendstudie Versicherungsvertrieb“ zufolge sind 92 Prozent der Befragten der Auffassung, dass Versicherer und deren Produkte zukünftig transparenter für die Verbraucher werden müssen. Nur so ließen sich verlorenes Vertrauen zurückgewinnen und neue Produktwelten gestalten.

Dieser Einschätzung schließt sich auch Dr. Mark Ortmann, Geschäftsführer des Instituts für Altersvorsorge an, das sich seit 2006 für mehr Klarheit und Verständlichkeit von Versicherungsprodukten einsetzt. „Für die Branche ist Transparenz wichtig. Die Kunden sind heute verunsichert. Sie schließen nicht mehr in dem Maße Altersvorsorgeverträge ab, wie sie eigentlich müssten. Das liegt ein Stück weit an der negativen Berichterstattung in der Presse, die ja auch in weiten Teilen berechtigt ist“, so Ortmann. „Diesen Zustand muss die Branche beheben, um das verloren gegangene Vertrauen zurückzugewinnen. Das geht nur über gnadenlose Offenheit – also Transparenz.“

Gesamtkostenquote soll Transparenz schaffen

Der Gesetzgeber hat hinsichtlich der Produkttransparenz bereits erste Schritte gemacht und die Produktgeber zu Produktinformationsblättern (PIBs) und Key Investor Information Documents (KIIDs) verpflichtet. Einige Produktgeber gehen aber auch ohne gesetzliche Regulierung einen weiteren Schritt in Richtung Produkttransparenz. Der Versicherer Allianz etwa setzt seit Anfang des Jahres auf den Ausweis der Gesamtkostenquote für ihre Lebensversicherungsprodukte.

Mit Hilfe dieser Kennzahl können Kunden leichter erkennen, wie die Kosten die Rendite ihres Versicherungsvertrages beeinflussen. Sie enthält sowohl die laufenden Kosten als auch die Abschluss- und Vertriebskosten. „Das Modell wird auch vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft unterstützt und für die Branche empfohlen“, erklärt der Leiter Maklerzentralbereich Jürgen Kempen. „Kunden, die wissen, was sie kaufen, sind langfristig zufriedene Kunden. Deshalb sind wir in einem kontinuierlichen Prozess, die Verständlichkeit und Transparenz zu erhöhen.“

Seite zwei: Kennziffern dienen der Kostentransparenz

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