Anzeige
3. Juni 2013, 13:45
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Studie: Finanzbranche in der Vertrauenskrise

Laut einer Studie, die das Meinungsforschungsinstitut Infas im Auftrag des Verbraucherzentrale Bundesverbands (VZBV) durchgeführt hat, ist das Vertrauen der Verbraucher vor allem im Finanzbereich gering.

Studie: Finanzbranche in der VertrauenskriseZwei Drittel der Verbraucher (63 Prozent) vermuten demnach, dass es im Finanzbereich Produkte und Anbieter gibt, die Kunden täuschen und schädigen können. Dass Staat oder Unternehmen selbst für einen verbraucherfreundlichen Markt sorgen, daran glaubt die Mehrzahl der Befragten demnach nicht. Nur 43 Prozent vertrauen darauf, dass die Wirtschaft für Verbraucher nachteilige Produkte aussortiert.

Zum Vergrößern auf die Grafik klicken

Studie: Finanzbranche in der Vertrauenskrise

Das größte Misstrauen haben Verbraucher in die Finanzbranche. Quelle: Infas

Dem Staat traut das nur jeder Dritte zu (34 Prozent). “Das Vertrauensdefizit ist groß. Staat und Wirtschaft müssen gegensteuern. Sie müssen Verbraucherinteressen ernst nehmen und für mehr Klarheit im Markt sorgen”, sagt Gerd Billen, Vorstand des VZBV. Besonders die Wirtschaft stehe in der Verantwortung.

Auf fachkundigen Berater angewiesen

Der Studie zufolge achten Verbraucher bei ihren Entscheidungen neben dem Preis vor allem auf die Informationen der Hersteller. In allen Märkten sehen die Verbraucher in dieser Hinsicht aber große Defizite: 57 Prozent aller Befragten sagen, dass ihnen die Informationen der Hersteller nicht ausreichen, um ihre Auswahl zu treffen. Gerade im komplexen Finanzmarkt vertrauen Verbraucher oft auf den Ruf eines Instituts.

Für 56 Prozent ist der erste Eindruck ein entscheidendes Kriterium und damit wichtiger als ethische Aspekte (48 Prozent) oder geprüfte Siegel (47 Prozent). Lediglich jeder Dritte (32 Prozent) setzt sich intensiv mit der Entscheidung bei Finanzen auseinander – gegenüber 50 Prozent bei Lebensmitteln und sogar 65 Prozent bei Gebrauchsgütern.

“Gerade bei Finanzen sind Verbraucher auf die Empfehlungen eines fachkundigen Beraters angewiesen. Sie können nicht jedes Angebot intensiv prüfen und müssen sich darauf verlassen können, dass die Marktaufsicht funktioniert”, sagt Billen

Seite zwei: Weniger Auswahl – mehr Orientierung

Weiter lesen: 1 2

2 Kommentare

  1. @ Dr. Renner, sie bringen es auf den Punkt. Deshalb kommen viele Beschwerden auch nicht durch. Es ist keine wirklichen Falschberatungen sondern neue Situationen der Kunden

    Kommentar von Jan Lanc — 22. August 2013 @ 14:53

  2. Lassen wir mal die Schwarzen Schafe beiseite. Es muss soviele Produkte geben wie es individuelle Anlage- und Absicherungsziele gibt. Und solange die sog Verbraucher nicht bereit sind, sich mit ihrem eigenen Bedarf, mit ihren Zielen und Wünschen zu beschäftigen, um diese ihrem Berater nennen zu können, solange wird es sog Falschberatung geben. Ein anlagegerchtes = “gutes” Produkt muß für den Kunden X auch anlegergerecht = passend sein. Aber dieser Kunde wirft oft seine heute genannten Ziele nach einigen Jahren einfach über den Haufen, was für die anlegergerechte Auswahl langfristiger, eher illiquider Produkte, die renditemäßig für Langfristziele benötigt werden, fatal ist. Die Qualität der Beratung ist daher umso besser, je professioneller der Anleger ist.

    Kommentar von Dr. Ursula Renner — 5. Juni 2013 @ 12:04

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Rendite+ 3/2016 "Immobilien"

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Deutschlands beste Wohnimmobilien-Standorte - Marktreport Anlageimmobilien - Aktuelle Baufinanzierungstrends - Mietrecht etc.


Ab dem 1. September im Handel.

Cash. 9/2016

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Brexit - China - Digitalisierung - Offene Immobilienfonds - Berlin - Hitliste Maklerpools

Ab dem 11. August im Handel.

Versicherungen

Stationäre Zusatzversicherung: Die besten Tarife und Anbieter

Das Hofheimer Analysehaus Morgen & Morgen (M&M) hat die Bedingungswerke von stationären Zusatversicherungen untersucht. Von 272 Tarifkombinationen von 37 Anbietern, die im “M&M Rating Stationär Zusatz” unter die Lupe genommen wurden, erhielten 56 die Bestbewertung von fünf Sternen.

mehr ...

Immobilien

Jost Paffrath neuer Leiter Kapitalanlage bei Ziegert

Jost Paffrath, bisher Vice President Sales bei Immobilienscout24, ist als Leiter Kapitalanlage zum Berliner Unternehmen Ziegert Bank- und Immobilienconsulting gewechselt.

mehr ...

Investmentfonds

Deutsche Sparer stellen sich auf Negativzinsen ein

Die EZB-Geldpolitik hat die Erträge der deutschen Anleger extrem stark schrumpfen lassen. Negativzinsen mussten sie aber bislang nur in Ausnahmefällen zahlen. Der Rademacher-Kommentar

mehr ...

Berater

Safe.me-CEO wechselt zu Blau direkt

Wie Blau direkt mitteilt, wird Michael Stock künftig die neu geschaffene Management-Position “Head of Business Development” beim Lübecker Maklerpool übernehmen. Er wechselt damit aus seiner bisherigen Position als CEO des Insurtechs Safe.me, das er auch gegründet hat.

mehr ...

Sachwertanlagen

Südkoreanische Reederei Hanjin stellt Insolvenzantrag

Als Folge der kriselnden Schifffahrtsmärkte ist die größte südkoreanische Reederei Hanjin Shipping zahlungsunfähig. Der Insolvenzantrag sei am Mittwoch dem Bezirksgericht in Seoul übergeben worden, teilte eine Sprecherin des mit umgerechnet 4,5 Milliarden Euro verschuldeten Unternehmens mit.

mehr ...

Recht

IVD fordert Nachbesserung der WIKR

Der Immobilienverband Deutschland (IVD) fordert, dass der Gesetzgeber bei der EU-Wohnimmobilienkreditrichtlinie (WIKR) nachbessert. Dafür hat er ein neunseitiges Positionspapier mit Vorschlägen herausgegeben, mit denen sich die Kreditklemme lösen lasse.

mehr ...