Anzeige
Anzeige
7. August 2012, 09:55
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Fondsgesetz – erste Runde

Der Gesetzentwurf des BMF zum „Kapitalanlagegesetzbuch“, mit dem die AIFM in deutsches Recht umgesetzt werden soll, wird erhebliche Diskussionen auslösen. Immobilienfonds sollen laut diesem Entwurf künftig nur noch als geschlossene Fonds aufgelegt werden dürfen.

Gastkommentar von Wolfgang Kubatzki, Mitglied der Geschäftsleitung der Feri EuroRating Services AG

Offene Immobilienfonds: Wolfgang Kubatzki, Feri EuroRating Services AG

Wolfgang Kubatzki, Feri EuroRating Services AG

Begründet wird das im Gesetzentwurf mit dem Webfehler der „Inkonsistenz zwischen kurzfristiger Rückgabemöglichkeit und langfristiger Anlage in illiquide Vermögenswerte“. Dass man jetzt die Konsequenz ziehen will, offene Immobilienfonds faktisch ganz abzuschaffen, ist jedoch nicht nachvollziehbar.

Schließlich hatte der Gesetzgeber längst reagiert und in der Novelle des Investmentgesetzes die Ursache für in der Vergangenheit aufgetretene Probleme beseitigt: Offene Immobilienfonds müssen mindestens zwei Jahre gehalten werden und dürfen auch nur 30.000 Euro im Halbjahr an die Anleger zurückgeben.

Damit werden Anleger, die diese Fonds nur als besser rentierliche Geldmarktfonds zum Parken ihrer Liquidität missbraucht haben, durchaus wirksam abgeschreckt. Das war eine absolut sinnvolle Reform. Doch warum gibt man nun dem „neuen“ offenen Immobilienfonds keine Chance, sich zu bewähren? Dass es für bereits bestehende Fonds einen Bestandsschutz geben soll, ist keine befriedigende Lösung, sondern wirft wegen der damit einhergehenden Zementierung eines Oligopols einiger weniger Anbieter eher zusätzliche Fragen auf.

Die offenen Immobilienfonds, die jetzt abgewickelt werden, wurden ja noch unter dem alten Investmentgesetz aufgelegt, das bei neuen Produkten gar nicht mehr zur Anwendung gelangen würde. Die Logik des Gesetzentwurfes ist nicht verständlich: Weil man befürchtet, es könne auch künftig Probleme mit der Anteilsrückgabe geben, schafft man diese Möglichkeit gleich ganz ab. Das ist so wie Selbstmord aus Angst vor dem Tod.

Sinnvolle Neuerungen des Fondsgesetzes

Dagegen enthält der Teil des Gesetzentwurfes, der sich mit den geschlossenen Fonds befasst, einige sinnvolle Neuerungen, daneben jedoch auch manches, was kritikwürdig ist.

Seite zwei: Übertriebene Beschränkung der Fremdfinanzierung

Weiter lesen: 1 2

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 4/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Tech-Aktien – Fondspolicen – Baufinanzierung – Frauen in der Finanzberatung

Ab dem 16. März im Handel.

Cash. 3/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Pflegevorsorge - Small Caps - Zinshäuser - Digitalisierung - Honorarberatung - Leadsgewinnung - Nachfolge-Planung

Versicherungen

DVAG mit Rekord-Umsatz

Die Unternehmensgruppe Deutsche Vermögensberatung (DVAG) meldet für das Jahr 2016 überdurchschnittlich erfolgreiche Geschäftszahlen in Bezug auf Umsatz und Jahresüberschuss.

mehr ...

Immobilien

Immobilien in Hamburg werden teurer

Immobilien- und Grundstückspreise in Hamburg sind im vergangenen Jahr kräftig gestiegen. Wie die Bausparkasse LBS am Dienstag mitteilte, müssen Käufer vor allem in Zentrumsnähe tiefer in die Tasche greifen als noch im Vorjahr.

mehr ...

Investmentfonds

Schlumberger geht zu StarCapital

Der Vermögensverwalter StarCapital AG bekommt zum 1. April 2017 prominenten Zuwachs im Vorstand, der künftig aus fünf Personen besteht. 

mehr ...

Berater

Insolvenzverwalter der Infinus-Mutter geht leer aus

Eine Ordensgemeinschaft ist nicht verpflichtet, ein von der Infinus-Mutter Future Business KGaA zurückgezahltes Nachrangdarlehen an den Insolvenzverwalter der Unternehmensgruppe auszuschütten. Dies entschied das Landgericht Düsseldorf in einem aktuellen Urteil.

mehr ...

Sachwertanlagen

Lloyd Fonds beendet weiteren Hotelfonds mit Erfolg

Die Lloyd Fonds Gruppe aus Hamburg hat eine weitere Fonds-Hotelimmobilie inklusive der Einzelhandelsflächen an die Hotelgruppe „Motel One“ verkauft. Für das von Motel One betriebene Hotel in Leipzig wurde ein Kaufpreisfaktor von 22,2 bezogen auf die Jahresnettomiete erzielt, teilt Lloyd Fonds mit.

mehr ...

Recht

BU versus AU: Abgrenzung der Leistungsversprechen

Die Arbeitsunfähigkeitskomponente im Rahmen einer Berufsunfähigkeitspolice kann bei unbedarften Versicherungsnehmern zu Verwirrung führen, auch wenn AU und BU zwei gänzlich unterschiedliche Leistungsversprechen beinhalten.

mehr ...