24. September 2015, 12:41
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Betrugsprozess gegen S&K-Chefs nach Stolperstart vertagt

Der Frankfurter Prozess gegen die mutmaßlichen Anlagebetrüger der Immobilienfirma S&K ist nur schleppend in Gang gekommen. Gleich zu Beginn bremste ein Nebenbeteiligter mit einem Befangenheitsantrag gegen das Gericht die Verhandlung im voll besetzten Saal des Landgerichts aus.

Shutterstock 217329868 in Betrugsprozess gegen S&K-Chefs nach Stolperstart vertagt

Zur Verlesung der gewaltigen Anklageschrift mit mehr als 1.700 Seiten kam das Gericht zunächst nicht.

Nach mehreren Unterbrechungen wurde der Prozess vorerst vertagt – es soll erst am kommenden Dienstag (29. September) weitergehen. Zur Verlesung der gewaltigen Anklageschrift mit mehr als 1.700 Seiten kam das Gericht zunächst nicht.

Angeklagt sind die beiden S&K-Firmengründer Stephan Schäfer (36) und Jonas Köller (34) sowie vier weitere Männer wegen schweren und bandenmäßigen Betrugs sowie Untreue.

Bis zu 15 Jahre Haft möglich

Die Männer sollen mehrere tausend Anleger mit einem verschachtelten Firmen- und Beteiligungssystem um ihr Geld gebracht haben. Den Gesamtschaden beziffern die Ermittler auf mehr als 240 Millionen Euro. Den Angeklagten drohen bis zu 15 Jahre Haft.

Die entscheidende, bundesweite Razzia gegen die mutmaßlichen Betrüger hatte zu Jahresbeginn 2013 stattgefunden. Die Ermittler stellten Vermögensgegenstände im Wert von rund 55 Millionen Euro sicher: Sportwagen, teure Uhren, Immobilien und Goldbarren. Die Beschuldigten sitzen seitdem in Untersuchungshaft.

Angeklagter mit Fußfesseln

Der Angeklagte Stephan Schäfer wurde am Donnerstag mit Fußfesseln in den Gerichtssaal geführt. Das Blitzlichtgewitter bei der Abnahme der Fußfesseln im Gerichtssaal kritisierte sein Verteidiger mit deutlichen Worten: “Das widerspricht der Menschenwürde, das ist doch kein Tanzbär, sondern ein Mensch.”

Quelle: dpa-AFX

Foto: Shutterstock

1 Kommentar

  1. Endlich geht es los und hoffentlich ist die Justiz nicht zu nachgiebig, 7-10 Jahre sollten es schon sein

    Kommentar von Jan Lanc — 25. September 2015 @ 19:28

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 3/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Pflegevorsorge - Small Caps - Zinshäuser - Digitalisierung - Honorarberatung - Leadsgewinnung - Nachfolge-Planung

Ab dem 16. Februar am Handel.

 

Cash. 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Absolute-Return – Insurtechs – Robo Advisors – Denkmalimmobilien

Versicherungen

Gothaer: “Keine Reduzierung bei der Beratungskapazität”

Die Gothaer hat gegenüber Cash.Online bestätigt, dass der Konzern bis zum Jahr 2020 voraussichtlich 700 bis 800 Stellen streichen wird. Dem stehe allerdings eine “natürliche Fluktuation” insbesondere durch anstehende Ruhestandsübergänge gegenüber. Diese Fluktuation liege nach aktueller Schätzung bei über 500 Mitarbeitern.

mehr ...

Immobilien

Immobilienboom: Bauindustrie erreicht neue Bestmarken

Die Niedrigzinsen und der Immobilienboom haben das Neugeschäft in der deutschen Bauindustrie auf den höchsten Stand seit zwei Jahrzehnten getrieben. Vor allem der Wohnungsbau treibt das Volumen in die Höhe.

mehr ...

Investmentfonds

Inflationsraten driften in Industriestaaten auseinander

In den entwickelten Ländern dürften sich die Inflationstrends im Jahr 2017 unterschiedlich entwicklen. Dies sagt Arif Husain, Portfoliomanager und Head of International Fixed Income bei T. Rowe Price.

mehr ...

Berater

Vema: Sommerer verlässt Vorstand

Wie die Vema Versicherungs-Makler-Genossenschaft mitteilt, ist der bisherige Vorstand Stefan Sommerer auf eigenen Wunsch zum 31. Januar 2017 aus dem Gremium ausgeschieden. Er hatte die Bereiche IT und Öffentlichkeitsarbeit verantwortet.

mehr ...

Sachwertanlagen

KGAL platziert 930 Millionen Euro bei Institutionellen

Die KGAL Gruppe aus Grünwald hat im Geschäftsjahr 2016 fast 930 Millionen Euro an institutionellem Kapital eingeworben und damit das neu gezeichnete Eigenkapital gegenüber dem Vorjahr um 36 Prozent gesteigert.

mehr ...

Recht

BAG-Urteil: Witwenrente nicht nur für “jetzige” Ehefrau

Eine in Allgemeinen Geschäftsbedingungen enthaltene Klausel, mit der nur der “jetzigen” Ehefrau des Arbeitnehmers eine Hinterbliebenenversorgung zugesagt ist, benachteiligt ihn unangemessen, so das Bundesarbeitsgericht.

mehr ...