29. Januar 2015, 09:17
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Wohnimmobilienmarkt 2015: Hohe Nachfrage, keine Blase

Nach einer Studie der Deutschen Bank wird die Nachfrage nach Wohnimmobilien auch in 2015 hoch bleiben. Die Gefahr einer bundesweiten Immobilienblase bestehe allerdings nicht.

Deutsche Bank Wohnimmobilien Studie

In regionalen Teilmärkten kann es nach Angaben der Deutschen Bank zu einer Überhitzung bei den Immobilienpreisen kommen.

Dank eines intakten Marktumfelds, attraktiver Mietrenditen und steigender Preise blieben deutsche Wohnimmobilen für private Käufer und institutionelle Anleger unverändert interessant, so die Studie „Wohnimmobilien 2015“ des Instituts für Immobilienwirtschaft der Universität Regensburg (IREBS) im Auftrag der Deutschen Bank.

Die Gefahr einer bundesweiten Übertreibung sehen die Autoren der Studie weiterhin nicht, sie warnen aber vor Überhitzungstendenzen in regionalen Teilmärkten.

Neubaumieten kletterten 2014 um 3,3 Prozent

Schon 2014 war die Nachfrage nach deutschen Wohnimmobilien hoch: Die Hauspreise kletterten dem Analyseunternehmen Bulwien Gesa zufolge inflationsbereinigt um durchschnittlich 4,5 Prozent. Wohnungsmieten im Bestand stiegen um 2,8 Prozent und für Neubauten um 3,3 Prozent.

Die Mietrenditen im Bestand lagen demnach bei 4,8 Prozent, für Neubauwohnungen bei 3,8 Prozent. Bemerkenswert sei, dass erstmals der Preisanstieg in kleineren B-Städten in 2014 stärker ausgefallen sei als in A-Städten.

Optimistischer Blick auf 2015

Professor Dr. Tobias Just von der Universität Regensburg blickt zuversichtlich auf die weitere Entwicklung auf dem deutschen Wohnimmobilienmarkt: „Zusätzliche gute Gründe für Investitionen in deutsche Wohnimmobilien liefern die niedrigen Zinsen, eine hohe Zuwanderung sowie der Mangel an Alternativen für konservativ ausgerichtete Anleger.“

Jochen Möbert, Immobilienexperte bei Deutsche Bank Research, erwartet, dass die Preise für deutsche Wohnimmobilien auch im neuen Jahr zulegen: „2015 könnte der Preis von Einfamilienhäusern und Bestandswohnungen im Schnitt um 3,0 Prozent und von Neubauwohnungen um 4,0 Prozent steigen.“

Zum Vergrößern bitte auf die Grafik klicken

Deutsche Bank Wohnimmobilien Studie

Mögliche mittelfristige Risiken für den deutschen Wohnimmobilienmarkt sieht er in steigenden Zinsen, einem Rückgang der Zuwanderung, der Zunahme spekulativer Immobilienanlagen und einer Mieterschutzpolitik, die drohe, Immobilien als Anlageklasse für Investoren unattraktiver zu machen. „2015 dürften diese Risiken aber noch nicht ins Haus stehen“, so Möbert. „Wir gehen daher davon aus, dass die Wohnungspreise bei weiterhin reger Bautätigkeit moderat steigen.“

Seite 2: Mietrenditen übersteigen Renditen für Bundesanleihen

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