Anzeige
Anzeige
5. Juni 2015, 09:53
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Ärger über stockende Gebäudesanierung

Bei betroffenen Unternehmen wächst der Unmut über die stockenden Bemühungen der Bundesregierung, die energetische Gebäudesanierung in Deutschland voranzubringen.

Gruenes Haus Shutterstock 92546578- in Ärger über stockende Gebäudesanierung

Die Bundesregierung saniert ihre Gebäude zwar, gemessen an den Vorgaben der Europäischen Union gehen die Arbeiten allerdings zu langsam voran.

“Es fehlt absolut ein Gesamtkonzept, es gibt zudem eine Vermischung der Kompetenzen von Bundeswirtschafts- und Umweltministerium”, sagte der Geschäftsführer des Fachverbands Gebäude-Klima (FGK), Günther Mertz, der Deutschen Presse-Agentur. Nach EU-Vorgaben müssten allein drei Prozent der öffentlichen Gebäude im Jahr energetisch saniert werden, etwa mit mehr Dämmung und energiesparenden Heizungs- und Lüftungssystemen.

Zu wenig energetische Sanierungen

Tatsächlich liege die Quote bei 0,8 bis 1 Prozent. Auf Anfrage kann das Bundeswirtschaftsministerium keine genaue Quote benennen, betont aber, dass 2013 – auch dank diverser Förderprogramme – immerhin rund 39,5 Milliarden Euro für energetische Sanierungen ausgegeben worden seien. Mertz forderte, die Regierung müsse die EU-Ziele ernst nehmen.

Immerhin seien rund 15 Prozent aller Nicht-Wohngebäude im Besitz oder Betrieb der öffentlichen Hand. Zugleich kritisierte er eine oft einseitige Konzentration auf die Förderung etwa erneuerbarer Energien im Stromsektor. “Wir brauchen eine klare Technologieoffenheit”.

Viel Potenzial

Allein über neue Lüftungsanlagen und Wärmerückgewinnungssysteme sowie über eine Optimierung der Betriebsführung ließen sich zum Beispiel in Hotels und Schulen 30 Prozent an Energie einsparen, die Kosten solcher Sanierungen beliefen sich auf 40 Euro je Quadratmeter.

“Oft geht es nur um dämmen, dämmen, dämmen”, kritisierte Mertz auch mit Blick auf die Förderprogramme für den privaten Wohnsektor. In dem Bereich liege ein großes Energieeinsparpotenzial. “Der Gebäudebereich wird bei der Energiewende sträflich vernachlässigt”, meinte Merz.

Quelle: dpa-AFX

Foto: Shutterstock.com

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 1/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Trumps Sieg in Rendite ummünzen - Themen, Produktangebote und Trends 2017 - Rentenreform - IDD

Ab dem 15. Dezember im Handel!

Cash. 12/2016

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Flaggschiff-Fonds – IDW S4-Standard – Crowdinvesting – Bankenwelt

Versicherungen

Auch Mylife reduziert die Überschussbeteiligung

Die Mylife Lebensversicherung bieten ihren Kunden 2017 eine laufende Verzinsung in Höhe von 2,8 Prozent, nach 3,35 Prozent im Vorjahr.

mehr ...

Immobilien

Mietrecht: Steuerliche Anerkennung setzt Mietzahlung voraus

Liegt bei der Vermietung an Verwandte kein steuerlich anzuerkennendes Mietverhältnis vor, können die Kosten für die Wohnung nicht steuermindernd als Werbungskosten berücksichtigt werden. Die Wüstenrot Bausparkasse berichtet über ein entsprechendes Urteil.

mehr ...

Investmentfonds

Bafin greift bei komplexen Finanzwetten für Privatanleger ein

Die deutsche Finanzaufsicht Bafin greift erneut auf dem Markt für komplexe Finanzwetten für Privatanleger ein. Zum Anlegerschutz plane sie, Vermarktung, Vertrieb und Verkauf von finanziellen Differenzgeschäften – sogenannten CFDs – zu beschränken, teilte die Bafin am Donnerstag mit.

mehr ...

Berater

HSH Nordbank nach neun Monaten mit höherem Gewinn

Die HSH Nordbank sieht sich mit einem gestiegenen Gewinn für den geplanten Verkaufsprozess gewappnet. Unter dem Strich habe das Institut in den ersten neun Monaten des Jahres einen Nettogewinn von 163 Millionen Euro erzielt, teilte die Bank am Freitag mit. Im gleichen Vorjahreszeitraum waren es 24 Millionen Euro.

mehr ...

Sachwertanlagen

Zweitmarkt: Anteil der Immobilienfonds zieht kräftig an

Der Anteil von Immobilienfonds am Zweitmarkthandel ist im November auf fast 75 Prozent gestiegen. Das Handelsvolumen von Schiffsbeteiligungen hingegen ist eingebrochen.

mehr ...

Recht

Immobilienerbe: Obacht bei der Erbschaftsteuer

Beim Erben von Wohnungseigentum entfällt die Erbschaftsteuer nur, wenn der Erbe die Wohnung selber nutzt. Anderenfalls muss die Steuer entrichtet werden – auch wenn die Immobilie unentgeltlich engen Familienmitgliedern überlassen wird.

mehr ...