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21. Oktober 2015, 09:02
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Preisniveau im Aufwärtstrend: Droht eine Immobilienblase?

Die Wohnimmobilienpreise in Deutschland befinden sich nach den Ergebnissen des Cash.-Städterankings im Aufwärtstrend. Droht mancherorts bereits eine Marktüberhitzung?

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Preishoch in den Ballungsräumen: Der Empirica-Blasenindex weist für 83 Kreise in Deutschland eine hohe Blasengefahr aus.

Die Ergebnisse des 40-Städte-Rankings, das Cash. in Kooperation mit Immobilienscout24 durchgeführt hat, zeigen: Das Preisniveau der Standorte befindet sich mehrheitlich im Aufwärtstrend.

Der Kaufpreis für Wohnungen in guten Lagen kletterte im Schnitt aller Standorte um 7,8 Prozent auf 2.862 Euro pro Quadratmeter (Stichtag 30. Juni 2015) und verbuchte damit in den vergangenen zwölf Monaten wiederum einen deutlichen Zuwachs.

Empirica: Neubauwohnungen 22 Prozent teurer als vor elf Jahren

Auch dem Immobilienpreisindex des Berliner Researchinstituts Empirica zufolge machten die Kaufpreise für neugebaute Eigentumswohnungen im zweiten Quartal 2015 nochmals einen deutlichen Sprung nach vorn. In kreisfreien Städten rangieren sie um 2,7 Prozent über dem Niveau des vorherigen Quartals, in Landkreisen 2,1 Prozent und deutschlandweit 2,3 Prozent darüber.

Im Jahresvergleich liegt der bundesweite Zuwachs bei 7,4 Prozent. Seit Beginn der Zeitreihe im ersten Quartal 2004 seien die inserierten Kaufpreise für neue Eigentumswohnungen somit deutschlandweit um 21,8 Prozent gestiegen, in den kreisfreien Städten um 34,1 Prozent.

Mieten steigen weniger stark

Die bundesweite durchschnittliche Miete für Wohnungen in guten Lagen kletterte für die von Immobilienscout24 für Cash. untersuchten 40 Standorte gegenüber dem Vorjahr um 3,4 Prozent auf 9,12 Euro pro Quadratmeter. Damit ist der Zuwachs deutlich niedriger als bei den Kaufpreisen, die um 7,8 Prozent zulegten, und dokumentiert die Schere, die sich zwischen Miet- und Preiswachstum auftut.

Angesichts der rasanten Preisanstiege in den Metropolen warnen manche Experten und Marktteilnehmer schon vor der Gefahr einer Immobilienblase in Deutschland.

„Wir sehen noch keine Preisblase bei deutschen Immobilien. Im Großen und Ganzen handelt es sich eher um eine Normalisierung eines lange unterbewerten Marktes. Inflationsbereinigt liegen Immobilien in Deutschland derzeit auf dem Preisniveau von 1999“, erklärt Christoph Zschaetzsch, Leiter Baufinanzierung bei der Deutschen Bank. Allerdings hätten die Preise und Mieten für Neubauwohnungen zuletzt deutlich stärker angezogen als die von Bestandswohnungen. Dies gelte vor allem in einigen Ballungsräumen wie Frankfurt, Hamburg oder München.

Blasengefahr in den Metropolen

Nach den Ergebnissen des Empirica-Blasenindex von Ende Juni 2015 wachsen Mieten und Kaufpreise allerdings in 173 von 402 deutschen Landkreisen und kreisfreien Städten nicht mehr im Gleichklang. Jedoch könne nur in zehn Kreisen ein übermäßiges Neubauvolumen gemessen werden.

Dennoch weise der Index weiterhin für 83 Kreise eine hohe Blasengefahr aus. Zu den gefährdeten Standorten zählt das Researchinstitut Berlin, Hamburg, Düsseldorf, Köln, Frankfurt, Stuttgart und München.

Immerhin stagniert die Blasengefahr in den Ballungsräumen nach Aussage von Empirica. „Dank sinkender Vervielfältiger steigt der Gesamtindex in Wachstumsregionen nicht mehr an“, erläutert Empirica-Vorstand Dr. Reiner Braun. Im Vergleich mit anderen Ländern wie Spanien oder Irland, in denen Immobilienblasen platzten, zeige sich der deutsche Markt noch ausgeglichen.

Seite 2: Mietbremse könnte auch Preisentwicklung dämpfen

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2 Kommentare

  1. Vater Staat ist doch der größte Preistreiber im Immobilienmarkt !
    Ich denke nur an gestiegene Grund.- und Grunderwerbsteuer und neue Energiesparvorschriften !

    Kommentar von Thomas Gerlach — 22. Oktober 2015 @ 11:36

  2. Immer wird von einer Blase gesprochen, es sind bestenfalls in besonders beliebten Lagen ein wenig überhöhte Preise aber in der Breite sind die Preise fair

    Kommentar von Jan Lanc — 21. Oktober 2015 @ 20:38

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