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25. Juli 2008, 00:00
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Agrar-Aktien weiterhin mit Potenzial

Die Kursrallye der Unternehmenstitel aus dem Agrarsektor ist noch nicht beendet, so Ad Schellen, Fondsmanager des niederländischen Vermögensverwalters Delta Lloyd Asset Management. Um zu profitieren, empfiehlt er Anlegern auf Düngemittelproduzenten zu setzen.

Nachfrageüberhang erfordert ?grüne Revolution?

Durch den mittlerweile seit fünf Jahren anhaltenden Nachfrageüberhang für Getreide haben die Vorräte absolute Tiefststände erreicht und zu steigenden Preisen bei Nahrungsmitteln, Saatgut und Düngemitteln geführt. Schellen geht davon aus, dass dieser Trend andauern wird, da die Nachfrage nach diesen Gütern in den Schwellenmärkten stetig steigt. Die Produktion von Agrarrohstoffen müsse folglich ausgeweitet werden ? eine ?grüne Revolution? sei nötig.

?Im Gegensatz zu den Höchstpreisen in der Vergangenheit ist die derzeitige Marktsituation durch eine stetig steigende Nachfrage und nicht durch einen plötzlichen Einbruch beim Angebot geprägt. Es handelt sich daher um einen dauerhaften Trend?, so Schellen. Um von diesem zu profitieren, rät er Investoren zu Produzenten von Düngemittel oder Saatgut. Insbesondere bei ersteren sei frühestens 2011 bis 2012 mit einer Ausweitung des Angebots zu rechnen.

Düngemittelproduzenten mit Luft nach oben

Obwohl die Aktienwerte von Unternehmen der Branche vor dem Hintergrund der Rohstoff-Hausse bereits deutliche Steigerungen erlebt haben, glaubt der Delta-Loyd-Profi-Anleger nicht, dass es zu spät ist, um einzusteigen: ?Die Titel scheinen stark überbewertet, allerdings nur, wenn man annimmt, dass die Nachfrage ab 2009 nachlassen wird. Aber im Moment sieht es nach einem längeren Zyklus aus, da die Lagerbestände niedrig sind und die Nachfrage steigt?, sagt Schellen.

Allerdings sollten Anleger, angesichts der jüngsten Kursrallye genau darauf achten, wo noch Luft nach oben ist und externe Faktoren im Auge behalten, durch die sich der Nahrungsmittelengpass entspannen könnte. Im Zweifelsfall empfiehlt Schellen Gewinnmitnahmen. (hb)

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