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19. Mai 2011, 12:28
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Chinesische Konsumrevolution

Billiger Produktionsschuppen für Auftraggeber aus den Industrienationen war das Land gestern, vom Binnenkonsum angeschobenes Wirtschaftswachstum gibt es heute. China ist auf dem Weg, die größte Volkswirtschaft auf dem Globus zu werden.

Ma-Raymond-Fidelity-online-127x150 in Chinesische KonsumrevolutionGastkommentar: Raymond Ma, Fidelity

Chinas kontinuierlich hohes Wirtschaftswachstum hat die Kaufkraft der Bevölkerung entscheidend gestärkt. Eine Entwicklung, die sich fortsetzen wird. In atemberaubendem Tempo hat sich das Reich der Mitte zur zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt entwickelt. Ungefähr im Jahr 2030 dürfte die aufstrebende Nation an den USA vorbeiziehen und zur Nummer eins der Weltwirtschaft aufsteigen.

Im Zuge dieses Wirtschaftswachstums steigen auch die Einkommen in China kräftig an. Mit einer erwarteten Wachstumsrate von jährlich 8 bis 10 Prozent wird sich der Durchschnittslohn allein in den nächsten sieben Jahren mehr als verdoppeln. Außerdem sieht der neue, im ersten Quartal dieses Jahres verabschiedete Fünfjahresplan weitere Erhöhungen der gesetzlichen Mindestlöhne vor. Erst im September 2010 hatte die chinesische Regierung eine deutliche Anhebung bekanntgegeben.

Höhere Löhne, insbesondere für Geringverdiener, dürften den Konsum im mittleren Preissegment des Massenmarktes ankurbeln – zum Beispiel bei Sportbekleidung. 2008 hatte der Markt für Sportbekleidung ein Volumen von 9,8 Milliarden US-Dollar – ein kräftiger Anstieg im Vergleich zum Jahr 2002 mit 3,3 Milliarden US-Dollar. Bis 2013 wird mit einem Anstieg auf 20 Milliarden US-Dollar gerechnet. Das entspricht einem jährlichen Plus von 15 Prozent.

Ein Unternehmen wie Anta kann von steigenden Einkommen in der breiten Bevölkerung profitieren. Es ist eine der preiswertesten und bekanntesten Sportbekleidungsmarken auf Chinas Massenmarkt. Antas Produkte sind 20 bis 30 Prozent billiger als die des Konkurrenten Li Ning, eines vor allem in kleineren Städten bekannteren Anbieters. Die Gesellschaft ist als offizieller Lieferant des Chinesischen Olympischen Komitees (COC) bei elf internationalen Sportereignissen zwischen 2009 und 2012 präsent.

Zudem kommt einem Unternehmen wie Anta zugute, dass die Chinesen zunehmend ein nationales Selbstbewusstsein entwickeln und den chinesischen Marken den Vorzug geben. Die Konsumenten sind zugleich pragmatisch und preisbewusst. Sie vergleichen sorgfältig Angebote und Preise und entscheiden sich dann für das Produkt mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis.

Der Autor ist Fondsmanager des Fidelity China Consumer Fund.

Foto: Fidelity International

2 Kommentare

  1. […] 23. May, 2011 0 Comments Billiger Produktionsschuppen für Auftraggeber aus den Industrienationen war das Land gestern, vom Binnenkonsum angeschobenes Wirtschaftswachstum gibt es heute. China ist […] Cash.Online: News- und Serviceportal für Finanzdienstleistungen […]

    Pingback von Chinesische Konsumrevolution | Mein besster Geldtipp — 23. Mai 2011 @ 03:03

  2. Die USA werden sich warm anziehen müssen, wenn die Chinesen kommen.
    Chinesen arbeiten härter, leben nicht auf Pump, sind selbstbewuster geworden und sind definitiv auf der Überholspur!
    Langfristige Anlagen in chniesische Werte (hört sich jetzt langweilig an) sind eine Goldgrube (auf 20 Jahre gesehen!)

    Kommentar von Onassis — 22. Mai 2011 @ 13:07

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