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4. Juli 2013, 11:23
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ETF Securities: Anleger flüchten aus Rohstoff-Anlagen

Exchange Traded Products (ETP) auf Rohstoffe haben laut ETF Securities im zweiten Quartal 2013 so hohe Mittelabflüsse verzeichnet wie nie zuvor. Investoren haben vor allem auf die steigenden Realzinsen in den USA und den stärker werdenden US-Dollar reagiert.

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Die Realzinsen sind vor allem infolge der Erwartungen eines vorzeitigen Endes der Anleihekäufe der Federal Reserve (Fed) gestiegen. Das weltweit in Rohstoff-ETPs verwaltete Vermögen ist um 49 Milliarden auf 127 Milliarden US-Dollar gesunken. Einen maßgeblichen Anteil an diesem Rückgang hatten der Einbruch des Goldpreises und die umfangreichen Abflüsse aus Gold-ETPs. Damit ist das verwaltete Vermögen auf dem niedrigsten Stand seit dem zweiten Quartal 2010. Die Mittelabflüsse aus Gold-ETPs waren im April am höchsten und sind im Mai und Juni jeweils zurückgegangen.
 „Die tendenziell abnehmenden Mittelabflüsse signalisieren, dass der Höhepunkt der Goldverkäufe bereits hinter uns liegt. Die höchsten Zuflüsse waren mit 712 Millionen bei Platin-ETPs zu beobachten, da die Sorgen auf der Angebotsseite zugenommen haben“, sagt Nicholas Brooks, Head of Research and Investment Strategy bei ETF Securities, und ergänzt: „Der Ausblick bei den meisten Rohstoffen hängt wahrscheinlich davon ab, ob der Liquiditätsengpass und das verlangsamte Wachstum in China nur eine Momentaufnahme oder der Beginn eines längerfristigen Trends ist. Die Gold- und Silberkurse werden voraussichtlich weiterhin davon bestimmt, wie die Investoren die Politik der Fed und die Entwicklung der Realzinsen einschätzen. Auf beide Sachverhalte haben sie unserer Auffassung nach übertrieben reagiert.“

Das in Rohstoff-ETPs verwaltete Vermögen ging im zweiten Quartal so stark zurück wie nie zuvor. Die zentralen Gründe dafür waren der deutliche Preisverfall von Gold und die großflächigen Goldverkäufe durch taktische und Momentum-Investoren. Das weltweit verwaltete Vermögen fiel im Vergleich zum Ende des ersten Quartals von 186 Milliarden auf 127 Milliarden US-Dollar.

 

Preiskorrekturen machen zwei Drittel des Rückgangs des verwalteten Vermögens aus. Das restliche Drittel kam durch Nettomittelabflüsse zustande. Allein der Goldpreis ließ das verwaltete Vermögen um 51 Prozent zurückgehen. Die gesamten Nettomittelabflüsse aus allen Rohstoff-ETPs betrugen 19 Milliarden US-Dollar. 97 Prozent der Verkäufe gehen allein auf Gold zurück.
 
Gold-ETPs erlebten Nettomittelabflüsse in Höhe von 18,5 Milliarden US-Dollar. Dies sind die höchsten vierteljährlichen Mittelabflüsse aus Gold-ETPs seit der Einführung des ersten Gold-ETPs im Jahr 2003. Die Realzinsen in den USA sind gestiegen, da die Investoren ein schnelleres Wachstum und eine Reduzierung der Anleihekäufe durch die Fed erwartet haben. Gleichzeitig ist auch der US-Dollar stärker geworden. Dies führte zu einem Einbruch des Goldpreises um 21 Prozent im Verlauf des vergangenen Quartals. Die Folge: Taktische und Momentum-Investoren haben Ihre Gold-Positionen im Zuge dieser Preiskorrektur zurückgefahren. Die Goldverkäufe kulminierten im April, als 8,7 Milliarden US-Dollar aus Gold-ETPs abflossen. Im Mai und Juni haben sich die Abflüsse auf sechs beziehungsweise 3,9 Milliarden abgeschwächt. (fm)

Foto: Shutterstock

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