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3. April 2014, 10:30
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Stock-Picking: Dividende als Performance-Kompass

Schwierige Zeiten an den Aktienmärkten: Viele Anleger fürchten einen Abwärtstrend, der DAX marschiert seitwärts, und andere Indizes stehen zum Teil noch deutlich schlechter da. Mehr denn je gilt die alte Weisheit: Prognosen sind heikel.

Gastbeitrag von Stuart Rhodes, M&G Investments

Dividende

“Unser Augenmerk gilt in erster Linie Unternehmen mit kontinuierlicher Dividendensteigerung. Denn eine progressive Ausschüttungsstrategie ist nur möglich mit finanzieller Disziplin.”

Mehr Aufschluss als Prognosen kann neben den üblichen betriebswirtschaftlichen Kennzahlen wie zum Beispiel dem Kurs-Gewinn-Verhältnis die Dividende bieten. Viele Anleger nutzen diese auch bei ihrer Entscheidung – aber nur wenige schöpfen ihr volles Potenzial aus.

Anleger nutzen Dividendenwerte entweder für regelmäßige Einkünfte, oder sie orientieren sich an der Dividendenhöhe und versuchen, daraus Einsichten über den wirtschaftlichen Zustand eines Unternehmens zu gewinnen. Häufig beschränken sie sich dabei auf typische Qualitätswerte wie etwa Unternehmen aus den Bereichen Konsumgüter oder Healthcare.

Auf die Bewegung kommt es an

Vielversprechender ist es jedoch, den Kreis der möglichen Anlageobjekte weiter zu fassen und die Entwicklung der Dividende über die Zeit mit einzubeziehen. Aber der Reihe nach:

Neben den oben angesprochenen Qualitätswerten investieren wir insbesondere in zyklische Werte wie Chemie und Industrie sowie in Werte, die aufgrund ihrer Branche, Produkte oder geographischen Lage schnell wachsen. Sie haben in der Regel ein höheres Beta und bieten daher die Chance, sich in wachsenden Märkten überdurchschnittlich zu entwickeln.

Um diese Werte zu identifizieren, sollte man sich nicht schon mit der absoluten Dividendenhöhe zufrieden geben. Nicht immer ist eine hohe Dividende ein Zeichen für ein solides Unternehmen, denn auch Unternehmen in schwierigem Fahrwasser und mit beschränkten Wachstumsaussichten können der Versuchung erliegen, mit einer hohen Dividendenausschüttung über ihre Probleme hinwegzutäuschen.

Dividendenhöhe nicht aussagekräftig

Ganz anders sieht es aus, wenn man sich die Entwicklung der Dividende über die Jahre hinweg ansieht. Unser Augenmerk gilt in erster Linie Unternehmen mit kontinuierlicher Dividendensteigerung. Denn eine progressive Ausschüttungsstrategie ist nur möglich mit finanzieller Disziplin.

Ist ein Teil des Gewinns von vornherein für die Dividende reserviert, so muss das Management die Zuweisung der verbleibenden Investitionssumme eingehender prüfen und strengere Maßstäbe an die Entscheidungen legen.

Seite zwei: Langfristig wachsende Dividende

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