10. März 2014, 09:30
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Augen auf beim ETF-Kauf

Auf den ersten Blick wirken ETFs wie Einheitsprodukte. Schließlich sind es passive gemanagte Indexfonds, die eins zu eins einen Index abbilden sollen. Ganz so einfach ist es allerdings nicht – es gibt durchaus das eine oder andere Detail, das Anleger im Blick haben sollten.

Gastbeitrag von Marcus Russ, Veritas

ETF

“Anleger sollten nicht nur auf die Total Expense Ratio (TER), die Gesamtkostenquote, achten, sondern auch auf die Spreads.”

Zum einen kann sich die Performance von ETFs mit demselben zu Grunde liegenden Index unterscheiden.

Tracking-Differenz berücksichtigen

Deswegen sollten Anleger sich die Tracking-Differenz, also den Abstand nach oben oder unten zur Benchmark, ansehen. Dieser Indikator berücksichtigt alle direkten und indirekten Kosten wie die Replikationskosten, Managementgebühren, Handelskosten und die Swap-Gebühren.

Zudem: es gibt auch ETFs, die ihren Index schlagen – wenn auch nur um ein paar Basispunkte. Gerade auf den DAX oder den Euro Stoxx 50 gibt es zum Beispiel mittlerweile ein recht großes Angebot und auch den einen oder anderen ETF mit einer Outperformance.

Das liegt dann meistens daran, dass die Quellensteuer auf ausländische Dividendenerträge teilweise zurückerstattet wird.

ETFs brauchen Liquidität

Ein Markt, der durch einen ETF reflektiert wird, muss liquide sein. Wie ein Fisch braucht ein ETF Liquidität – sonst sitzt er auf dem Trockenen. Um sich darüber ein Bild zu machen, ist das ausstehende Volumen ein guter erster Indikator.

Die Umsätze eines ETFs an der Börse aber zeigen nicht das alles. ETF steht zwar für Exchange Traded Funds und damit übersetzt für börsengehandelte Fonds. Mittlerweile werden aber ETFs in erster Linie außerbörslich im Interbanken-Markt gehandelt.

Durch neue Handelsplattformen für vor allem institutionelle Anleger, auf der mehrere Broker in einer Auktion außerbörslich einen sogenannten Risk-Price quotieren, wird diese Tendenz zukünftig verstärkt.

Seite zwei: Spreads: Variabler Kostenfaktor

Weiter lesen: 1 2

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Grundrente für 100 000 Menschen weniger

Weniger Menschen mit kleinen Renten als ursprünglich geplant sollen von der geplanten Grundrente profitieren. Im Einführungsjahr 2021 sollen es 1,3 Millionen Menschen sein – zuletzt war das Bundesarbeitsministerium von 1,4 Millionen ausgegangen. Auf die Rentenversicherung dürften Verwaltungskosten von mehreren hundert Millionen Euro zukommen. Das geht aus dem Referentenentwurf hervor, der der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegt.

mehr ...

Immobilien

Bundesbank sieht in Deutschland weiterhin überhöhte Immobilienpreise

Die Bundesbank sieht trotz eines schwächeren Preisanstiegs im vergangenen Jahr nach wie vor ein überhöhtes Preisniveau am Immobilienmarkt in Deutschland. Auch wenn sich die Preisdynamik in den Städten 2019 abgeschwächt habe, hätten die Preise das fundamental gerechtfertigte Niveau weiterhin übertroffen, schreiben die Währungshüter in ihrem am Montag veröffentlichten Monatsbericht.

mehr ...

Investmentfonds

Nachhaltigkeit hört auf, wenn die Rendite sinkt

Ökologische Nachhaltigkeit hört bei vielen Deutschen auf, wenn es um das eigene Bankkonto geht. Das zeigt eine neue Umfrage der Unternehmensberatung BearingPoint. Deutsche sind dabei im Vergleich an grünen Finanzprodukten deutlich weniger interessiert als Österreicher und Schweizer.

mehr ...

Berater

UDI-Emission “te Solar Sprint IV” vor dem Totalverlust?

Die Emittentin der im Oktober 2016 aufgelegten Vermögensanlage “te Solar Sprint IV” warnt vor der Gefahr eines vollständigen Forderungsausfalls eines ausgereichten Nachrangrangdarlehens. Den Anlegern droht dann wohl der Totalverlust ihres Investments.

mehr ...

Sachwertanlagen

Hep tütet 600 Megawatt Solar-Projektvolumen in den USA ein

Hep, ein baden-württembergisches Unternehmen für Solarparks und Solarinvestments, erweitert die Aktivitäten in den USA und hat sich mit dem lokalen Projektentwickler Solops auf eine zu entwickelnde Gesamt-Kapazität von 600 Megawatt in den nächsten drei Jahren geeinigt.

mehr ...

Recht

Viele Betriebsrentner müssen auf Entlastung bei Beiträgen warten

Hunderttausende Betriebsrentner müssen voraussichtlich noch Monate auf eine Entlastung bei den Sozialbeiträgen warten. Das geht aus der Antwort des Bundesgesundheitsministeriums auf eine Anfrage der Linksfraktion hervor, die der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegt.

mehr ...