Anzeige
Anzeige
20. Oktober 2015, 08:40
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Sal. Oppenheim: Keine Konjunktur-Sorgen für Deutschland

Ulrike Kastens, Analystin für den Euroraum bei Sal. Oppenheim, ist positiv für die Konjunktur in Deutschland gestimmt. 

Kastens-Ulrike-Credit-Sal -Oppenheim-jr -Cie -Kopie in Sal. Oppenheim: Keine Konjunktur-Sorgen für Deutschland

Ulrike Kastens, Sal. Oppenheim,

Seit der Finanzkrise hat sich die Stimmung der deutschen Konsumenten nahezu kontinuierlich verbessert und das GfK-Konsumklima kletterte auf mehr als zehn Punkte. Ein guter Arbeitsmarkt und steigende Einkommen ließen vor allem die Anschaffungsneigung ansteigen.

Zuletzt konnte sich der Optimismus zwar nicht mehr weiter fortsetzen, an unserer positiven Einschätzung des privaten Konsums hat sich aber nichts geändert: Er wird weiter eine solide Säule für die Konjunktur bilden, zumal von der außenwirtschaftlichen Entwicklung doch ein kräftigerer Gegenwind drohen könnte. Bis jetzt sind die deutschen Unternehmen optimistisch gestimmt, was auch an der Zunahme der Exporte in die EWU-Länder liegt. Die Risiken haben aber durch die Schwellenländerproblematik zugenommen.

Sorgen um Schwellenländer nehmen zu

Unter den großen Industrieländern in der EWU hat Deutschland die stärkste Abhängigkeit vom Export, der knapp 40 Prozent des BIP ausmacht. Frankreich, Italien und Spanien schneiden dabei deutlich schlechter ab. Außerdem hat die Bedeutung des Intrahandels innerhalb der EWU in den letzten Jahren zugunsten der restlichen Welt abgenommen.

War Letzteres in den vergangenen Jahren eine Quelle des Wachstums, entwickelt es sich nun zum Bumerang. Zwar erwarten wir keine Rezession in den gesamten Schwellenländern. Die Prognosen dürften aber in den kommenden Wochen deutlich nach unten korrigiert werden. Da sie jedoch mit ihren eigenen strukturellen Problemen zu kämpfen haben werden, sind die Absatzchancen für deutsche Unternehmen deutlich begrenzter als in der Vergangenheit.

Ausblick bleibt optimistisch

Trotz der zunehmenden Risiken sind die Chancen für eine weitere wirtschaftliche Erholung weiterhin gut. Auch zukünftig wird der Staat mit steigenden Steuereinnahmen rechnen können. Eine besondere Herausforderung stellen die Kosten für die nach Deutschland kommenden Flüchtlinge dar: Nach aktuellen Berechnungen plant die Bundesregierung Mehrausgaben für die geschätzten 800.000 Flüchtlinge in Höhe von sechs Milliarden Euro.

Dies entspricht etwa 0,2 Prozent des BIP. Da an anderer Stelle keine Einsparungen geplant sind, erhöht sich die gesamtwirtschaftliche Nachfrage um diesen Betrag. Insgesamt ist Zuwanderung zwar positiv für die deutsche Volkswirtschaft. Aktuell sind die Prognosen über die noch anlaufenden Kosten aber sehr unsicher. Gleiches gilt für die Anerkennung der Flüchtlinge als Asylsuchende.

Foto: Sal. Oppenheim

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 10/2016

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Multi-Asset-Fonds - Digitalisierung - Kfz-Policen - Spezialitätenfonds - Robo Advice - Wohnimmobilien

Ab dem 15. September im Handel

Rendite+ 3/2016 "Immobilien"

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Deutschlands beste Wohnimmobilien-Standorte - Marktreport Anlageimmobilien - Aktuelle Baufinanzierungstrends - Mietrecht etc.


Ab dem 1. September im Handel.

Versicherungen

Regierung: Rentenniveau fällt ohne Reform auf 41,6 Prozent

Das Rentenniveau in Deutschland sinkt ohne neue Reformschritte bis 2045 voraussichtlich auf 41,6 Prozent. Das geht aus neuen vorläufigen Berechnungen des Bundessozialministeriums hervor, wie am Mittwoch aus Regierungskreisen in Berlin verlautete.

mehr ...

Immobilien

BVID-Vorstand kritisiert WIKR

Neue Kritik an der Wohnimmobilienkreditrichtlinie (WIKR): Dr. Joachim Klare, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbands der Immobilienfinanzierer (BVID), bemängelt, dass die Richtlinie den Baufinanzierungsmarkt ohne Not einschränke.

mehr ...

Investmentfonds

Deutsche Bank betont Stärke

Die gewaltigen Probleme der Deutschen Bank alarmieren Börse und Politik. Feilen Bundesregierung und Finanzaufseher bereits an einem Rettungsplan für den Fall einer bedrohlichen Schieflage des größten deutschen Geldhauses? “Diese Meldung ist falsch. Die Bundesregierung bereitet keine Rettungspläne vor”, stellte das Finanzministerium am Mittwoch klar.

mehr ...

Berater

Auch Rat der EU fordert PRIIPs-Verschiebung

Nach dem EU-Parlament spricht sich auch der Rat der EU, also die Vertreter der Regierungen der Mitgliedstaaten, für eine Verschiebung der EU-Verordnung über Basisinformationsblätter aus.

mehr ...

Sachwertanlagen

Publity weiter auf Einkaufstour

Die Publity AG hat das zweite Fondsobjekt für den geschlossenen alternativen Investmentfonds (AIF) „publity Performance Fonds Nr. 8“, der sich aktuell in der Platzierung befindet, erworben.

mehr ...

Recht

BaFin untersagt erneut unerlaubte Geschäfte

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat Ahmed Salameh, Augsburg, mit Bescheid vom 12. September 2016 aufgegeben, das Einlagengeschäft sowie die Anlageverwaltung einzustellen und abzuwickeln.

mehr ...