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21. Juli 2009, 00:00
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Allianz 24 verschwindet

Der Versicherungskonzern Allianz wird im Direktgeschäft mit Kfz-Versicherungen ab September 2009 mit einer neuen Marke auf dem Markt sein. Diese wird die bislang existierende Allianz 24 ersetzen.

Der Name für den neuen Internetservice werde demnächst vorgestellt, wie eine Allianz-Sprecherin gegenüber cash-online mitteilte. Ob der Konzern die Marke Allianz in dem neuen Angebot weiterhin verwenden will, ließ die Sprecherin offen.

In Ihrer heutigen Ausgabe berichtet die Financial Times Deutschland (FTD), dass die Allianz bereits alle Kooperationsverträge mit Online-Vergleichsportalen gekündigt habe und die Allianz 24 vom Markt nehme. Grund für die Entscheidung sei der anhaltende Widerstand der 10.000 Allianz-Vertreter. Sie hätten sich vehement gegen die Konkurrenz aus dem eigenen Haus zur Wehr gesetzt, die mit Preisen von 20 bis 30 Prozent unter den regulären Angeboten auftrat, so die FTD.

Laut Sprecherin habe der Druck der Allianz-Vertreter nichts mit der Entscheidung für die neue Marke zu tun. Des weiteren berichtet die FTD, dass der Name Allianz im neuen Onlineangebot komplett verschwinden soll.

Die Versicherer liefern sich seit fünf Jahren einen beispiellosen Unterbietungswettbewerb in der Kfz-Versicherung. Laut Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) werden die Kfz-Versicherer im laufenden Geschäftsjahr voraussichtlich ein Minus von 500 Millionen Euro einfahren. Das ist besonders bitter, da das Kfz-Geschäft 37 Prozent der gesamten Beitragseinnahmen in der Schaden- und Unfallversicherung ausmacht.

Dabei kommen die Direktversicherer noch gut weg, insbesondere sie profitieren vom Jahresendgeschäft. So konnten die Marktführer der Direktvertriebe Allianz 24 und Huk 24 in 2008 mehr als jeden vierten Wechselwilligen an sich binden. Das ergab eine Untersuchung des Marktforschungsinstituts You Gov Psychonomics.

Seit Ende 2008 sind auch die R+V und die Talanxgruppe mit den Marken R+V 24 und HDI 24 im Direktgeschäft am Start. (mo)

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