Anzeige
Anzeige
11. Juli 2011, 16:47
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Münchener Verein: Strategie geht auf

Der Münchener Verein hat seine Beitragseinnahmen im Geschäftsjahr 2010 um 6,9 Prozent auf 701 Millionen Euro gesteigert. Die Versicherungsgruppe sieht sich in ihrer konsequenten Ausrichtung auf die Zielgruppen Handwerk, öffentlicher Dienst und Generation 50-plus bestätigt.

Reitzler-127x150 in Münchener Verein: Strategie geht auf

Dr. Rainer Reitzler, Vorstandschef Münchener Verein

In der Krankenversicherung legten die Beitragseinnahmen um 6,9 Prozent auf 472,5 Millionen Euro zu. In der Vollversicherung wurde ein Zuwachs von 346,3 auf 375,3 Millionen Euro verbucht, in der Zusatzversicherung von 35,9 auf 37,6 Millionen Euro.

Mit einem Plus um 46,4 Prozent auf 6,5 Millionen Euro entwickelte sich vor allem die Pflegezusatzversicherung überdurchschnittlich. Insgesamt stieg der Versichertenbestand in der Krankensparte um 5,7 Prozent auf 247.699 Personen.

Lebensversicherung: Einmalbeiträge nicht im Fokus

Dagegen waren die Beitragseinnahmen in der Lebensversicherung leicht rückläufig und nahmen von 152,2 auf 151,9 Millionen Euro ab. Als Begründung heißt es, man setze auf Policen gegen laufenden Beitrag, Kapitalisierungsprodukte gegen Einmalbeiträge stünden nicht im Fokus.

Das Neugeschäft in der Branche hing in den vergangenen Jahren in hohem Maße von diesen wegen ihrer Kapitalmarktnähe und Kurzfristigkeit umstrittenen Verträgen ab. Der Münchener Verein hat nach eigenen Angaben bewusst auf Beitragseinnahmen in diesem Segment verzichtet, um Rücksicht auf Bestandskunden zu nehmen.

Der Schaden- und Unfallversicherer Münchener Verein Allgemeine baute seine Beiträge um 24,3 Prozent auf 76,6 Millionen Euro aus. Der Anstieg resultiere vor allem aus einer Ausweitung des Geschäfts mit Maklerplattformen, so das Unternehmen. Infolgedessen erhöhten sich jedoch auch die Abschlusskosten. Die Kostenquote für eigene Rechnung kletterte dadurch von 31,9 auf 37,2 Prozent.

Im laufenden Jahr will der Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit sich weiter auf seine Kernkompetenzen konzentrieren. So sei die Produktion in der betrieblichen Altersversorgung im ersten Halbjahr bereits um 80 Prozent gegenüber dem Vorjahr gesteigert und die Pflegeproduktion nochmals verdoppelt worden. (hb)

Foto: Münchener Verein

Anzeige

1 Kommentar

  1. Es ist begrüßenswert, dass hier das Einmalgeschäft bewusst nicht im Fokus stand – im Gegensatz zu vielen anderen Versicherungsgesellschaften. Schließlich subventionierten die Bestandskunden diese Geschäfte. Sollte der Münchener Verein sich jetzt noch auf das Kerngeschäft konzentrieren und die Renditen für die Kunden steigern, dann wäre diese Gesellschaft wirklich verbraucherorientiert.
    Bei den anderen Versicherern wurde erst zurückgerudert, als die BaFin nach den Einmalgeschäften näher nachgefragt hat. Im Frühjahr 2010 verlangte die BaFin von der Assekuranz nähere Details zu diesen Kapitalisierungsprodukten. Schließlich entfielen 2009 fast vier Fünftel der Neugeschäftsbeiträge auf Einmalbeiträge in der Lebensversicherung. Die „braven“ Monatssparer hatten so das Nachsehen und mussten die „Rendite-Jäger“ mitfinanzieren, da sie höhere Zinsen angeboten bekamen, als die Bestandskunden.

    Kommentar von proConcept AG — 13. Juli 2011 @ 12:20

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 4/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Tech-Aktien – Fondspolicen – Baufinanzierung – Frauen in der Finanzberatung

Ab dem 16. März im Handel.

Cash. 3/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Pflegevorsorge - Small Caps - Zinshäuser - Digitalisierung - Honorarberatung - Leadsgewinnung - Nachfolge-Planung

Versicherungen

VZBV: “Restschuldversicherungen sind maßlos überteuert”

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) fordert, dass Restschuldversicherungen künftig nur noch separat und nicht gekoppelt an Kreditverträge vermittelt werden dürfen. Das sollte nach dem Willen der Verbraucherschützer im Umsetzungsgesetz der EU-Richtlinie Insurance Distribution Directive (IDD) verankert werden.

mehr ...

Immobilien

Bauhauptgewerbe verzeichnet besten Jahresstart seit 1996

Das Bauhauptgewerbe startet erfolgreich in 2017, es verzeichnete zuletzt vor über 20 Jahren mehr Auftragseingänge zu Beginn eines Jahres. Im Vergleich zum Vormonat Dezember sind die Aufträge jedoch leicht gesunken.

mehr ...

Investmentfonds

Deutsche Börse tritt auf Kostenbremse

Die Deutsche Börse plant kurzfristig Einsparungen in mindestens zweistelliger Millionenhöhe. Zudem gilt zunächst ein Einstellungsstopp für fast alle Bereiche. Der Konzern reagiert damit auf sinkende Umsätze und das erwartete Scheitern der Fusion mit der London Stock Exchange (LSE).

mehr ...

Berater

Patientenverfügung: BGH präzisiert Anforderungen

Im Einzelfall kann sich die erforderliche Konkretisierung in einer Patientenverfügung auch durch Bezugnahme auf ausreichend spezifizierte Krankheiten oder Behandlungssituationen ergeben – ohne detaillierte Benennung bestimmter ärztlicher Maßnahmen. Das geht aus einem aktuellen Beschluss des Bundesgerichtshofs (BGH) hervor.

mehr ...

Sachwertanlagen

Weitere Ausschüttung für Anleger der Deutschen Finance

Die Geschäftsführung des PPP Privilege Private Partners Fund des Asset Managers Deutsche Finance aus München wird den Anlegern nach einer erfolgreichen Zielfonds-Transaktion für das Geschäftsjahr 2017 eine Vorabausschüttung in Höhe von 15 Prozent vorschlagen.

mehr ...
24.03.2017

Lacuna goes Canada

Recht

LV-Vertrag: Bei Änderung Steuerlast wie bei Neuabschluss

Wird ein Lebensversicherungsvertrag (LV-Vertrag) vor Ablauf der Vertragslaufzeit geändert, ohne dass die Modifikation von vornherein vertraglich vereinbart worden ist, liegt hinsichtlich der Änderungen aus ertragsteuerlicher Perspektive ein neuer Vertrag vor. Dies entschied der Bundesfinanzhof.

mehr ...